Schulprogramm: Stand Januar 2011

Die gesellschaftlichen Veränderungen haben einen Wandel in der Arbeit an der Hauptschule herbeigeführt. Hauptschule ist zunehmend ein Ort der Bildung für Schüler mit sehr unterschiedlichen Lern- und Sozialvoraussetzungen geworden.

Diese jungen Menschen sollen zu einer Lerngemeinschaft zusammengeführt, im Lernprozess maßgeblich unterstützt werden und durch Schaffung günstiger Bedingungen gezielt Zuwendung und Förderung erhalten.

1. Übersicht Unterrichtsformen an der GHS Eilendorf

2. Unterrichtsprinzipien
2.1      - Lehrerteams
2.2      - Gezielte Förderung
2.3      - Montessori-Pädagogik
2.4      - Gemeinsamer Unterricht (GU)
2.5      - Handlungsorientierung
2.6      - Differenzierung
2.7      - Arbeitsgemeinschaften
2.8      - Projektunterricht
2.9      - Schulinterne Lehrpläne
2.10    - Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Hauptfachbereichen Deutsch, Mathematik und Englisch
2.11    - Gemeinsame Leistungskontrolle
2.12    - Konzepte für Arbeit in Erprobungsstufe, Montessoriklassen, Endklassen
2.13    - Berufsorientierung
2.14    - Vermittlung von Basisqualifikationen

3. Erziehung und Beratung
3.1     - Sozialisierung: Einüben sozialer Spielregeln, häusliche Defizite ausgleichen, multikulturelle Konflikte auffangen
3.2     - Identifikationsmöglichkeiten bieten: Förderung, Silentium, Mädchen AG, sanfter Einstieg für die 5. Schuljahre
3.3     - Streitschlichtung
3.x    - Neufassung Beratungskonzept
3.4     - Elternberatung
3.5     - kollegiale Beratung
3.6     - Trainingsraumprogramm

4. Schulleben
4.1     - Klassen- und Schulfeiern
4.2     - Klassentage,  Klassenfahrten und Ausflüge
4.4     - Erkundungen und Besichtigungen
4.6     - gemeinsames Frühstück
4.7     - Theaterbesuche
4.8     - ökumenische, jahreszeitlich abgestimmte Feierstunden
4.9     - Präsentationen
4.10   - Sportaktionstage
4.11   - Schulordnung
4.12   - Streitschlichtung
4.13   - Betriebspraktika
4.14   - Erste-Hilfe-Kurse
4.15   - Entwicklungsziele zum Schulleben

5. Öffentlichkeitsarbeit
5.1    - Tag der offenen Tür
5.2    - Sommerfest
5.3    - Kontakt zu Berufskollegs
5.4    - Kontakt zum Arbeitsamt (BIZ usw.)
5.5    - Kontakt zu Ausbildungsbetrieben
5.6    - Bewerbungstraining
5.7    - Kontakt zu anderen Schulen
5.8    - Kooperation bei Orientierungsstufen, Konferenzen
5.9    - Kontakte zu Sportvereinen
5.10  - Kontakte zu weiteren pädagogischen Organisationen

6. Organisation
6.1    - Jahresplanung
6.2    - Stundenplan, adäquate Unterrichtsversorgung
6.3    - gezieltes Management für Vertretungsunterricht
6.4    - Konzepte für Verbesserungen der Raumsituation
6.5    - Aktualisierung aller Medien
6.6    - Vorbereitung von Projekten
6.7    - Zusammenarbeit mit dem Förderverein
6.8    - Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes

7. kollegiale Fortbildung als Aspekt von Qualitätsentwicklung

8. Zusammenfassung der Entwicklungsziele der GHS Eilendorf

9. Montessori-Zweig
 

1. Übersicht Unterrichtsformen

Geschlossene Unterrichtsform

Lehrerorientierter, vermittelnder Unterricht
Der lehrerorientierte, vermittelnde Unterricht wird auch in Zukunft in unserer Schule seinen Platz behalten. Gerade unsere Schüler legen Wert auf den Aufbau personaler Beziehungen. Ein Unterricht, der vom Lehrer ausgeht und vom Lehrer kontrolliert wird, sichert eine Gleichmäßigkeit in der Wissensvermittlung und trägt dazu bei, das unterschiedliche Lerntempo der Schüler einer Klasse anzugleichen. Sehr wohl haben wir die Notwendigkeit zu einer ausgewogenen Berücksichtigung aller Komponenten für eine optimale Unterrichtsgestaltung erkannt.

Offene Unterrichtsformen

In der Schule ereignen sich Bildungsprozesse, die vielschichtig alle Ebenen des Individuums ansprechen. Die Schule muss variabel und differenziert reagieren. Darüber hinaus lässt die Informationsflut unserer Mediengesellschaft nicht zu, dass Unterricht ausschließlich vorlesungsmethodisch organisiert ist. Das bedeutet: Durch Unterricht muss der Lehrer den Lernprozess für alle angemessen gestalten und soziale Kompetenz über produktive Kommunikationsformen herstellen.

Wochenplan

Die Wochenplanarbeit basiert auf dem lehrerorientierten, vermittelnden Unterricht und legt den Rahmen fest, in dem sich Schülerinnen und Schüler  individuell und frei bewegen können. Sie bildet die Brücke zu Freier Arbeit und Werkstattunterricht. Im 5. Schuljahr greifen wir Schülererfahrungen aus der Grundschule auf und nutzen sie für das individuelle Lernen nach Lehrervorgaben.

Freie Arbeit

Die Grundidee der Freiarbeit ist in der Pädagogik Maria Montessoris verankert und meint selbstbestimmtes Lernen des Kindes oder des Jugendlichen an einer von ihm gewählten Sache nach seinem Anspruchsvermögen und Arbeitstempo. Freiarbeit ist ein sinnvolles Üben, das auf Selbstständigkeit gegründet ist.

Für die Freiarbeit benötigen die Kinder eine vorbereitete Umgebung. Dazu gehört ausreichendes Übungsmaterial, das zum großen Teil vom Lehrer selbst entwickelt und hergestellt wird. Es sollte in Farbe, Form und Aufbau so abwechslungsreich gestaltet sein, dass es möglichst großen Aufforderungscharakter hat und alle Sinne (Sehen, Hören, Schmecken, Fühlen, Riechen) anspricht. Außerdem enthält das Material die Lösungen der Aufgaben, sodass der Schüler seinen Erfolg selbst kontrollieren kann.

Um frei arbeiten zu können, bedarf es gewisser Regeln, die mit der Klasse vereinbart werden:

° bei eigenen Arbeitsmitteln und dem angebotenen Übungsmaterial
  Ordnung halten,
° selbstständiges Arbeiten am ausgewählten Material (bei Problemen
   kann die Hilfe von Mitschülern oder vom Lehrer in Anspruch genommen
   werden),
° rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den Mitschülern (Flüsterton und
  leises Bewegen im Raum)

Das Material bietet verschiedene Schwierigkeitsgrade an, sodass jeder Schüler nach seinen Kenntnissen und Fähigkeiten auswählen kann. Die Schüler bestimmen ihr Arbeitstempo selbst und führen jede begonnene Arbeit zu Ende. Sie bilden durch interessenbestimmtes Lernen, bei dem sie individuell bestimmte Ziele in ihrem eigenen Lerntempo erreichen können, ihre Persönlichkeit aus.
 

 Wahlpflichtunterricht (WPU)

Der WPU findet ab dem 8. Jahrgang statt. Er ist themenmäßig für ein Schulhalbjahr konzipiert. Die Schüler ab Jahrgang 9 wählen aus den Bereichen Naturwissenschaften (z.B. Informationstechnologische Grundbildung ItG, Chemie, Biologie) oder Arbeitslehre (z.B. Technisches Werken, Hauswirtschaft) angebotene Themen aus. Nach dem Halbjahr wechselt der Bereich. Die dort erbrachte Leistung fließt versetzungswirksam in die Zeugnisnoten ein.

Projektunterricht

Projekte werden regelmäßig – ggf. einmal jährlich – wahlweise klassenintern oder klassenübergreifend als Projekttage oder Projektwoche durchgeführt. Themenstellung, inhaltliche Gestaltung und methodische Vorgehensweise werden von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und  Schülern gemeinsam bestimmt. Projekte erweitern u.a. die Kompetenz selbstständiger Tätigkeit.
 

2. Unterrichtsprinzipien

2.11  Lehrerteams

In allen Jahrgangsstufen arbeiten Lehrerteams eng zusammen. Im Regelzweig und im Montessorizweig begleiten diese Lehrerteams nach Möglichkeit die Schüler vom 5. Schuljahr bis zur Entlassung. So wird ein kontinuierliches Arbeiten möglich. Regelmäßige Teambesprechungen fördern die Arbeit und das Schulklima.

2.12  Klassenlehrerin bzw. Klassenlehrer

Erziehung wird entscheidend im Unterricht verwirklicht. Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die Funktion des Klassenlehrers, der Klassenlehrerin. Er/sie ist die erste und wichtigste Ansprechpartner/in für Eltern und Schüler in allen Belangen, die sich aus den Schulbesuch des Kindes ergeben. Er/sie eröffnet je nach Bedarf weitere Wege: zu Fachkollegen, zur Schulleitung, zu Einrichtungen der Erziehungsberatung, zu anderen weiterführenden Schulen, zur Berufsberatung, usw.
Er/sie unterrichtet in ihrer Klasse möglichst viele Fächer und Stunden, bis etwa hin zur halben Wochstundenzahl. In der Regel vertritt sie mindestens ein Hauptfach. Sofern es die Personalsituation erlaubt, werden den Anfangsklassen ein Lehrer und eine Lehrerin zugeordnet, um eine noch vertraulichere Ansprechmöglichkeit für die Kinder zu bieten.
Er/Sie begleitet die Stammklasse meist vom 5. Jahrgang bis zur Entlassung. Mitunter ergibt sich die Notwendigkeit einer Klassenteilung, wenn zu viele Schulformwechsler aus anderen Schulformen standortbedingt aufgenommen werden (müssen).

2.2    Gezielte Förderung

2.21  Silentium
Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Aachen und des Landes Nordrhein-Westfalens bietet die Schule an vier Tagen in der Woche für Schülerinnen und Schüler des 5./6. Schuljahres direkt im Anschluss an den Unterricht eine Hausaufgabenbetreuung von der Dauer einer Schulstunde an. Die Gruppengröße beträgt 12-15 Schülerinnen und Schüler, die Auswahl wird vom Klassenlehrer in Absprache mit den Fachlehrern festgelegt. Für die Eltern entstehen keine Kosten

2.22  Förderung versetzungsgefährdeter Schüler
Das folgende Konzept wurde zwischen 2002 und 2004 erprobt und evaluiert. Aus den Ergebnissen der Evaluation und den nicht mehr vorhandenen Stellenanteilen konnte diese Förderung nicht weiter umgesetzt werden.

2.23 Förderung nach den quantitativen Vorgaben des neuen Schulgesetzes und der APO SI
Die Stundentafel für die Hauptschule sieht die Möglichkeit vor, den Eckrahmen besonders der Hauptfachwochenstunden durch Förderstunden zu erhöhen. Stundenplantechnisch kann die Schule zuzeit im Hauptfachbereich durchgängig eine 5. Stunde als Förderstunde anbieten, in der Erprobungsstufe auch eine 6. Stunde, sodass auch eine Förderung der begabteren Schüler stattfinden kann. Die Auswahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler trifft der jeweilige Hauptfachlehrer.

2.24 Förderung im Programm eFit
Zum Schuljahresbeginn 2004/2005 ging in 121 Hauptschulen in NRW ein bundesweit einmaliges Förderprojekt für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen an den Start.

Ziel dieses Modellprojektes  ist die Entwicklung und Erprobung qualitativ hochwertiger digitaler Lernmedien und nutzerfreundlicher Diagnosewerkzeuge für eine verbesserte individuelle Förderung zur Stärkung der Basiskompetenzen im Fach Deutsch in der Erprobungsstufe.

Auf einer internetgestützten Lernplattform haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in virtuellen Klassenräumen zu lernen. Nach einem individuellen Arbeitsplan arbeiten sie unter Kontrolle eines Lehrers an selbsterklärenden Aufgaben und Übungen auf verschiedenen Anspruchsebenen. Über Diagnosetools werden die Ergebnisse ihrer Arbeit  ausgewertet, so dass bestehende Defizite in einer nächsten Übungssequenz behoben werden können. Sie können von Lehrkräften auch als Grundlage für individuelle Lern- und Förderempfehlungen genutzt werden.

Aber auch für die Befriedigung kommunikativer Bedürfnisse ist gesorgt: Ein Chatroom steht zur Verfügung, in dem die Erfahrungen aus der letzten Pause oder des vergangenen Wochenendes diskutiert werden können, wenn die Lehrerin oder der Lehrer den Zugang erlaubt.

Vom eigenen virtuellen Schreibtisch aus verfügt jede am Projekt teilnehmende Lehrperson über mehr als 3.000 digitale Unterrichtsmaterialien aus allen Bereichen des Deutschunterrichts mit Übungen, die den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden können.

Der Schreibtisch ist über jeden Rechner mit Internetanschluss für die Unterrichtsvorbereitung nutzbar. Von dort gibt es unter anderem einen Zugang zur Bibliothek mit zusätzlichem Arbeitsmaterial, das auch den Schülern zugänglich gemacht werden kann.

Ein Kursverwaltungssystem gibt über die Leistungsentwicklung der gesamten Gruppe Aufschluss und in Foren und Chatrooms können Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen in anderen am Projekt beteiligten Schulen ausgetauscht werden.

Partner im Modellprojekt sind die Verlage Klett und Cornelsen, die die Lernplattform entwickelt haben und für die Online-Bereitstellung der Übungsmaterialien verantwortlich zeichnen.
Jede teilnehmende Schule hat die Möglichkeit, über eine telefonische und email-gestützte Technik-Hotline auf den Online-Support der Verlage zuzugreifen. Weiterhin stehen den Schulen im Landesinstitut für Schule ausgebildete Moderatoren zur Projektbetreuung zur Seite.

Am internetbasierten Förderprogramm "eFit" nehmen unsere  5. und 6. Klassen im Fach Englisch teil. Eine Freischaltung für das Fach Mathematik wurde für das laufende Schuljahr beantragt, konnte aber aufgrund nicht ausreichender Lizenzen seitens des Ministeriums nicht erfolgen.

2.25 Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
An der GHS-Eilendorf werden förderdiagnostische Verfahren durchgeführt. Im LRS-Bereich werden alle 5.-Klässler mit der Hamburger Schreibprobe überprüft und bei Bedarf erhalten die Kinder Förderunterricht.
In Planung ist ein Schuleingangstest über die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler. Dabei sollen sowohl die Grammatikkenntnisse als auch der Wortschatz der Kinder getestet werden. Durch diese Sprachstandsmessung soll der Fachlehrer Kenntnisse über den individuellen Förderbedarf erhalten und im Förderunterricht darauf eingehen. Durch weitere Tests können Lernfortschritte aufgezeigt werden.
Förderunterricht für Migranten wird an den Regelunterricht angebunden. Normalerweise erteilt ein Lehrer des Regelunterrichts auch Förderunterricht. Dabei werden Probleme aus dem Unterricht aufgegriffen.
In regelmäßig stattfindenden Teamsitzungen der einzelnen Klassen werden verbindliche Absprachen zwischen allen Lehrern getroffen und es werden intensiv Förderschwerpunkte bzw. Probleme einzelner Schülerinnen und Schülern besprochen. Insbesondere auf Erprobungsstufenkonferenzen werden gemeinsam Förderschwerpunkte für die Schulstufe evaluiert und Fördergruppen (LRS, Sprachförderung) eingerichtet. Somit sollen die Kinder frühzeitig mit Scheib- und Lesestrategien, Umgang mit dem Wörterbuch und Grammatiktraining vertraut gemacht werden.

Bei Elternsprechtagen und gesonderten Sprechabenden haben Schüler und Eltern die Gelegenheit, sich individuell in Bezug auf Förderung beraten zu lassen. Dabei verweisen Lehrer auch auf außerschulische Fördermöglichkeiten, wie z.B. die der RAA.
Im Erprobungsstufenbereich wird das Projekt „ICH-DU-WIR-Ohne Gewalt“ durchgeführt. Dabei kommt es zu einem intensiven sprachlichen Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern.
Es findet eine permanente Schullaufbahnberatung durch die IHK statt. Ein türkischer Ausbilder berät Schüler und deren Eltern bei der Berufswahl. Die Schule sucht den Kontakt und die Kommunikation mit türkischen Eltern. Es werden türkische Elternabende veranstaltet, auf denen, auch auf türkisch, die Anliegen von Schule und Eltern ausgetauscht werden. Die Schule setzt auf eine enge Elternarbeit, wobei die Schule von der RAA unterstützt wird.
 
Aktualisierung Februar 2008

1. Sprachförderung im Regel- und Fachunterricht
Die Förderung der deutschsprachlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist eine vordringliche Aufgabe unserer Schule. Dies geschieht sowohl im Förder- als auch im Regelunterricht.
Sprachliche Förderung wird als Aufgabe des Unterrichts in allen Fächern angesehen, d.h. es ist das Ziel, in allen Fächern auf Sprache und sprachliche Richtigkeit aufmerksam zu machen. Ein Wechsel der Darstellungsformen (Symbolisierungsformen) und die Anwendung unterschiedlicher Methodenwerkzeuge im Unterricht sollen die fachliche und fachsprachliche Arbeit unterstützen, zu einer erhöhten Schüleraktivität und zur Individualisierung des Lernens führen.
Eine der Hauptursachen für Schwierigkeiten der DaZ-Schüler/innen (DaZ: Deutsch als Zweitsprache) im Fachunterricht ist der nicht genügend ausdifferenzierte Wortschatz. Die Arbeit mit abgestuften Lernhilfen, Wortlisten, Wortgeländern, Lückentexten, Bildsequenzen etc. sollen das fachliche Verständnis und die Versprachlichung im Fachunterricht erleichtern.

2. Diagnostik
Zu Beginn des 5. Schuljahres erfolgt mit Hilfe des „Bremer Sprachstandstests“ in allen Klassen eine Überprüfung verschiedener Bereiche der Grammatik sowie des Text-, Hör- und Sprachverständnisses. Für den Bereich der Rechtschreibung wird für ausgewählte Schüler/innen die „Hamburger Schreibprobe“ verwendet.

3. Organisation und Inhalte des Förderunterrichts
Kooperation, Langfristigkeit und eine systematische Veränderung des Regelunterrichts sind Voraussetzungen für den Erfolg der Förderung. Erprobt wird eine feste Zuordnung von einer Lehrperson zum Förderunterricht einer Klasse über mehrere Jahre. Dies soll die Langfristigkeit sichern, Absprachen im Klassenteam erleichtern und dadurch zu einer Verzahnung des Förder- und des Regelunterrichts führen.

Die leistungsheterogenen Fördergruppen sind meist multikulturell, wodurch gute Voraussetzungen zum Aufbau interkultureller Kompetenzen bestehen. Die Leistungsheterogenität fördert das Lernen voneinander und leistungsstärkere Schüler/innen dienen in der Gruppe neben der Lehrperson als Sprachvorbild. Die Gruppengröße richtet sich nach dem individuellen Förderbedarf und der Sozialstruktur der Gruppe.

Der Förderunterricht ist im fünften und sechsten Schuljahr vorrangig an den Deutschunterricht angebunden. Er ergänzt und erweitert ihn, wobei die typischen Schwierigkeiten der DaZ-Lernenden im Mittelpunkt stehen. Seine elementare Aufgabe ist die Verbesserung der Lesefähigkeit und des Leseverständnisses, des mündlichen Sprachgebrauchs, das Trainieren von Orthografie, Grammatik und Interpunktion und die Verwendung einer korrekten Syntax. In den Fokus rücken auch die „verdeckten Sprachschwierigkeiten“ und „Verschleierungstechniken“, durch die eine Entwicklung der Schreibkompetenz behindert wird. Parallel zum Regelunterricht werden Lerntechniken vertieft und Inhalte des Fachunterrichts aufgegriffen.

Eine weitere Aufgabe des Förderunterrichts ist es, einem Migrantenkind das Gefühl zu vermitteln, dass es etwas Besonderes ist, zweisprachig aufzuwachsen. Aus dieser Haltung heraus ist das Kind in der Lage, das notwendige Selbstvertrauen zu entwickeln, welches ihm ermöglicht, sich mündlich intensiv am Unterricht zu beteiligen.

Der Deutschunterricht in der Erprobungsstufe umfasst vier Basisstunden. Hinzu kommen zwei Förderstunden für die deutschsprachigen Kinder bzw. 4 Stunden für Kinder mit Migrationshintergrund.

In den Jahrgängen 7 und 8 bleibt die Förderung der Schreibkompetenz eine wesentliche Aufgabe. Zudem ist der Gebrauch der Fachsprache verstärkt ins Blickfeld zu nehmen. Der Förderunterricht soll sich mit der Verwendung von Fachtermini und Fachsprache, dem Verstehen von Sachtexten aus Fachbüchern, dem Erstellen von Versuchsbeschreibungen und Problemen, wie dem Formulieren von Regeln in der Mathematik, beschäftigen, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beteiligung am Regelunterricht zu schaffen. Schwierige Sprachstrukturen in Fachtexten werden zum Lerngegenstand, indem die Schüler und Schülerinnen angehalten werden, sie nicht zu überlesen, sondern zu bearbeiten.

Im neunten Schuljahr bleibt die individuelle Förderung des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks weiterhin ein zentrales Anliegen. Für die Jugendlichen beginnt langsam die Übergangsphase ins Berufsleben. Der Schwerpunkt in der Migrantenförderung liegt darin, parallel zum Fach „Deutsch“ und Fachunterricht „Arbeitslehre/Wirtschaft“, die Schüler sicherer und auch wettkampfhärter für den Arbeitsmarkt zu machen. Es erfolgt ein intensives sprachliches Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit der RAA. Singuläre und isolierte Seminare, wie sie z. B. von Krankenkassen, Versicherungen etc. angeboten werden, reichen erfahrungsgemäß nicht aus, um junge Migranten auf Bewerbungsgespräche und Einstellungstests vorzubereiten.

4. Evaluation
Die individuellen Lernfortschritte der Schüler/innen können anhand von Förderplänen beobachtet und dokumentiert werden. Beobachtungsbögen geben ebenfalls Aufschluss über den Lernzuwachs und weiteren Förderbedarf.
Durch den intensiven Austausch im Klassenteam soll insbesondere die Wirksamkeit des Förderunterrichts hinsichtlich des Fachunterrichts überprüft und die soziale Entwicklung der Schüler/innen reflektiert werden.
Weitere Indikatoren für den Erfolg der sprachlichen Maßnahmen sind die schulischen Leistungen in allen Fächern sowie die Anzahl der Nichtversetzungen bzw. Klassenwiederholungen.
Das Sprachförderkonzept wird im Rahmen der Fachkonferenz Deutsch evaluiert, die Ergebnisse werden anschließend in der Lehrerkonferenz vorgestellt, diskutiert und in dieses Konzept integriert. 
 

5. Ausblick auf die Schuljahre 2008/9 und 2009/10
Bedingt durch die stark schwankende personelle Situation an unserer Schule war die Kontinuität der Sprachförderung nicht möglich. Die zur Verfügung stehenden Stunden wurden vorwiegend in der Orientierungsstufe eingesetzt. Um dieses Konzept auf die anderen Stufen auszudehnen, bedarf es einer deutlichen Steigerung der Förderstundenkapazität.

In den beiden nächsten Schuljahren soll die Konzeption für die Stufe 5/6 überprüft werden. Folgende Aspekte sind dabei besonders wichtig:
· Organisation (Verankerung der Stunden im Stundenplan)
· Langfristigkeit, Teambildung
· Arbeit mit den Förderplänen.

Weiterhin steht eine differenzierte Erarbeitung des Konzepts für die Jahrgänge 7 und 8 und die Erstellung geeigneter Materialien zur individuellen Förderung an.
 

2.26 LRS-Förderung
Im Bereich der LRS-Förderung arbeitet die GHS-Eilendorf mit Material von Reuther-Liehr. Es wird entsprechende Lernsoftware (ARELA) im LRS-Bereich in allen Klassen auch im Rahmen der Inneren Differenzierung eingesetzt.
Im Montessori-Zweig haben die Lehrer Material entwickelt, das sich den individuellen sprachlichen Problemen der Kinder anpasst. Im Rahmen der Freien Arbeit bearbeiten Schüler Karteikästen zu allen Bereichen des Deutschunterrichts.
 

2.3  Montessori-Pädagogik
Umfassende Informationen hierzu enthält die Anlage sowie die Internetseite der Schule "www.ghs-eilendorf.de" unter "Montessori-Zweig".
 

2.4 Gemeinsamer Unterricht GU
Auszug aus den Vorgaben des neuen Schulgesetzes


Gemeinsamer Unterricht (GU) an der GHS Eilendorf (Februar 2010)
1. Begriffe: GU bedeutet Gemeinsamen Unterricht von Förderschüler/innen und regulären Schüler/innen. Förderschüler/innen sind Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
2. Schulbezogene Zuordnung GU wird im Montessori-Zweig der GHS Eilendorf durchgeführt.
3. Zielgleichheit Zielgleichheit bedeutet, dass im GU die Förderschüler/innen mit allen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten außer Lernen (Lernbehinderung) und Geistige Entwicklung (Geistige Behinderung) nach den Richtlinien und Lehrplänen für die Hauptschule in NRW unterrichtet werden.
4. Förderschwerpunkte Im GU der GHS Eilendorf werden überwiegend Förderschüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Sprache und emotionaler und sozialer Entwicklung unterrichtet. 
5. Ziel GU hat das Ziel, solche Förderschüler/innen integrativ zu unterrichten, die voraussichtlich mit wenig Hilfe den Hauptschulabschluss erreichen können.
6. Klassenbildung Die GU-Klassen haben maximal
  • 3 Förderschüler/innen
  • insgesamt 22 Schüler/innen.
7. personale Situation An der GHS Eilendorf arbeitet eine Förderschullehrerin.
8. Zeitlimit Die Förderschüler/innen werden maximal 3 Unterrichtsstunden in der Woche sonderpädagogisch gefördert. Sind in einer GU-Klasse 2 oder 3 Förderschüler, so erhöht sich der Förderunterricht auf 6 bzw. 9 Stunden  pro Woche.
9.  Förderung Die Förderschullehrerin begleitet die GU-Schüler/innen
  • vorwiegend während der FWA-Zeit, zusätzlich während des Mathematik- und Englisch-Unterrichtes.
  • in Kleingruppen und im Einzelunterricht.
Für den Förderunterricht steht ein Raum zur Verfügung.
10. Förderpläne Die Förderung berücksichtigt den gesamten Lebenskontext der Förderschüler/innen.

Die Eltern werden als Fachleute für den Erziehungsprozess und somit für die Problemlage eingesetzt und anerkannt. Die Entwicklung des Kindes im häuslichen Umfeld ist ein Bestandteil der Elternarbeit. Die Förderschüler/innen werden mit ihren Fähigkeiten zur Selbsterkenntnis als Experte für die eigene Situation angenommen.

Die Förderpläne mit den Förderbereichen und entsprechenden Maß-nahmen werden im dialogischen Verfahren zwischen dem Schüler/der Schülerin, einem Erziehungsberechtigten, der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und der Förderschullehrerin erstellt. Sie gelten für einen gemeinsam festgelegten Zeitraum und werden dann evaluiert und fortgeschrieben.

Oberstes Ziel der Förderung ist die Selbstwahrnehmung, Selbstverantwortung und Selbstregulation.

Wichtige Förderbereiche sind

  • die emotional-soziale Kompetenz mit dem Verbalisieren der eigenen Gefühle und des eigenen Verhaltens sowie der vermuteten Gefühle und des Verhaltens anderer.
  • die Sprachkompetenz, Sozialkompetenz und Arbeitshaltung.

2.5 Handlungsorientierung
Der Unterricht ist nach Möglichkeit handlungsorientiert und richtet sich bei der Themenwahl nach den Erfordernissen des Alltagslebens der Schülerinnen und Schüler.
 

2.6  Differenzierung
Der differenzierte Unterricht erstreckt sich neben den Fächern Mathematik und Englisch (ab Klasse 7 im Regelbereich – ab Klasse 8 im Montessori-Bereich) teilweise auch auf den Deutschunterricht (vornehmlich im Montessori-Bereich) und als innere Differenzierung auch auf andere Fächer.

2.7  Arbeitsgemeinschaften
Nach Möglichkeit werden Arbeitsgemeinschaften angeboten, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, besondere Fähigkeiten auszubauen, Begabungen zu entdecken oder etwas Neues kennenzulernen (siehe auch Projekte).
 

2.8  Projektunterricht
Siehe Unterrichtsformen
 

2.9 Schulinterne Lehrpläne
Die Fachkonferenzen formulieren und überarbeiten in regelmäßigen Abständen Minimalpläne, die die Leistungsanforderungen der Schule benennen.
Ziel: Auf ihrer Basis sollen regelmäßig Klassen- oder schulübergreifende inhaltlich vergleichbare Lernzielkontrollen durchgeführt werden.
 

2.10  Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Hauptfachbereichen Deutsch, Mathematik und Englisch

Grundsätze der methodischen und didaktischen Arbeit

Die Hauptschule ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule der Sekundarstufe I. Sie baut auf der Grundschule auf und führt zu allen Abschlüssen und Berechtigungen der Sekundarstufe I. Damit schafft sie die schulische Voraussetzung für den Übergang in eine Berufsausbildung oder die Schulformen der Sekundarstufe II.

Die Arbeit an der Hauptschule ist durch folgende Lehr- und Lernprinzipien gekennzeichnet:

Jedes Prinzip hat eine spezifische pädagogische und didaktische Bedeutung
 
Fachbereich Deutsch
In der Hauptschule werden im Fach Deutsch folgende Bereiche berücksichtigt
  • Gestaltung des persönlichen Lebens und Mitgestaltung sozialer Beziehungen
  • gemeinsames Leben und Lernen (soziale Integration ausländischer Schülerinnen und Schüler)
  • Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt
  • Wecken von Interesse an kulturellen Traditionen und neuen Entwicklungen
  • Gestaltung der Freizeit
  • Übernahme von Verantwortung für Gegenwart und Zukunft
Ziele und Inhalte des Deutschunterrichts in der Hauptschule
Die Schule vermittelt neben Einstellungen und Haltungen, Einsichten und Kenntnissen auch methodisches Können, instrumentelle Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die Fähigkeit zum Weiter- und Umlernen.
Die Ziele und Inhalte des Unterrichts sind so zu konkretisieren, dass die Schülerinnen und Schüler
  • Beziehungen zu eigenen Lebenssituationen und zur eigenen Lebenswirklichkeit erkennen können
  • ihre eigenen Erfahrungen einbringen können
  • die eigene Leistungsfähigkeit erfahren und Leistungsbereitschaft entwickeln können
  • Lernprozesse mitplanen und mitgestalten können
  • selbsttätig Wege zu Lösungen finden können
  • gewonnene Ergebnisse anwenden, in bestehende Zusammenhänge einordnen bzw. auf neue übertragen lernen
Parallelarbeiten als Grundlage für Evaluation im Fach Deutsch, Sicherung erreichter Qualitätsstandards und die Weiterentwicklung der schulischen Arbeit
Die Entwicklung und Verbesserung der Arbeit der einzelnen Lehrkräfte muss mit Teamarbeit sowie innerschulischer Kooperation in Fachkonferenzen, Jahrgangsstufenteams, Lehrerkonferenzen und Schulkonferenzen erreicht werden. Die gemeinsame Planung von Unterricht und seine kollegiale Analyse und Auswertung sind wichtige Mittel zur Verbesserung des Unterrichts. Lehrerinnen und Lehrer werden im Sinne einer professionellen Gemeinschaft darin unterstützt, gemeinsam zu lernen, Vereinzelung zu überwinden und Mitverantwortung für die schulische Arbeit insgesamt zu übernehmen. Auf Grundlage der gut durchstrukturierten Parallelarbeiten lassen sich Konsequenzen für die Weiterarbeit ableiten.
 
Kriterien und Grundsätze der Leistungsbewertung
"Grundlage der Leistungsbewertung sind alle vom Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen, insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche Beiträge und praktische Leistungen." (§ 21 Abs. 4 ASchO)
Die Leistungen im Deutschunterricht werden erbracht als
  • Klassenarbeiten
  • Schriftliche Texte, die die Schüler im Unterricht verfassen; dies sind z.B. Ideensammlungen, Entwurfsfassungen, Textüberarbeitungen, Kurzdiktate
  • Mündliche Beiträge; dies sind alle Verhaltensweisen der mündlichen Kommunikation, also Sprechen ebenso wie aufmerksames Zuhören
  • Praktische Leistungen; dies sind Leistungen wie Sammeln und Nutzen von Material
  • Darstellen und Präsentieren von Ergebnissen
Die Note im Fach Deutsch setzt sich aus allen diesen Leistungen zusammen. Dabei sind die mündlichen und praktischen Leistungen einerseits und die schriftlichen Leistungen andererseits gleichgewichtig zu berücksichtigen.
 
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Unterrichtsfach Deutsch
Die Eingangsvoraussetzungen der Schüler/innen des 5. Jahrgangs sind auf sehr unterschiedlichem Niveau, was sowohl das Schreiben, Lesen wie auch Sprechen angeht. Von den Anmeldungen für das neue Schuljahr haben nur 4 Schüler/innen eine bessere Note als ausreichend auf dem Grundschulzeugnis in Deutsch, 60% ein mangelhaft. Im Regelzweig sind fehlende Qualifikationen auf den hohen Anteil ausländischer Schüler/innen zurückzuführen, im Montessori-Zweig ist der Anteil von ADS- und LRS-Kindern besonders hoch.
Die Lehrpläne der Schule sind so gefasst, dass auf dieser Grundlage ein individuelles Unterrichten möglich ist. Im Qualitätszirkel Deutsch wurden noch einmal Basisqualifikationen erarbeitet, die das Fachkollegium an der GHS-Eilendorf noch abstimmen wird.
Eine intensive Förderung ist in den Bereichen Lesen, LRS, Sprache Grundvoraussetzung. Die Deutschlehrer stellen fest, dass es den Schülern zunehmend an Grundfertigkeiten, wie z.B. lesbare Schrift, fehlt. Um effektiv fördern zu können, ist gegenüber den Grundschulen die Erlangung von Grundfertigkeiten einzufordern. Die Deutschförderung soll ab kommenden Schuljahr einen besonderen Stellenwert in der GHS-Eilendorf mit dem Schwerpunkt 5. und 6. Jahrgangsstufe erhalten.
Die Lehrerkonferenz hat am 11.06.2003 die Neustrukturierung der Förderkonzeption beschlossen. In der Fachkonferenz Deutsch wurde im Januar 2003 zum Thema förderdiagnostische Verfahren (HSP) eine Fortbildung durchgeführt. Als Konsequenz für die weitere Förderarbeit wird ab dem Schuljahr 2003/04 der Test (HSP) für die neue Jahrgangsstufe 5 eingesetzt, auf dessen Grundlage die individuellen Stärken und Schwächen bei der Rechtschreibung der einzelnen Schüler/innen diagnostiziert werden. Es ist geplant, dass eine einzurichtende Arbeitsgruppe auf Grundlage der Testergebnisse spezielles Fördermaterial sichtet und anschafft.
Die Deutschförderung soll mit einer 6. Deutschstunde pro Woche mit zwei doppelt besetzten Stunden erfolgen. Das Kollegium ist der Auffassung, dass ohne ausreichende Grundlagen in Deutsch schriftlich und mündlich auf keine zufriedenstellende Lernzielerreichung in den Nebenfächern erzielt werden kann.
.
Fachbereich Mathematik
Allgemeine und organisatorische Vorbemerkungen
Das Fach Mathematik wird in den Klassen 5, 6, 10A und 10B im Klassenverband unterrichtet. In den Klassen 7,8 und 9 findet eine Differenzierung nach G- und E-Kursen statt, die E-Kurse zweigübergreifend. Für alle Klassen und Kurse sind Stoffverteilungspläne erstellt worden. Hinzu kommt, dass 2003 im Qualitätszirkel Mathematik Minimalpläne erarbeitet wurden. Diese ersetzen nicht die Pläne der einzelnen Schulen.
Im Schuljahr 2003/03 wurde für die Klassen 5-7 ein neues Mathematikbuch eingeführt: "Welt der Zahl", Schroedel Verlag, im Schuljahr 2003/04 erfolgte dies für das 8. Schuljahr.
Des weiteren wurde für das Fach Mathematik ein Förderkonzept für die Klassen 5 und 6 sowie für die Klassen 7 bis 9 entwickelt, das seit Schuljahr 2003/04 in abgewandelter Form weitergeführt wird.
Parallelarbeiten
Zu Beginn des Schuljahres wurden Eingangstests für die Klasse 5 erstellt und geschrieben sowie Parallelarbeiten für die Klassen 7 G, 7 E, 10 A und 10 B.
Alle Parallelarbeiten sind im Mai 2003 durchgeführt worden, nur die 7. Klassen konnten aus Krankheitsgründen die Arbeiten nicht schreiben lassen.
Die geschriebene PA sind bis auf eine alle sehr schlecht ausgefallen: Ein Grund dafür war, dass ungewohnt mehrere unterschiedliche Themengebiete in einer Arbeit abgefragt worden sind.
Ansätze zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
Die folgenden Überlegungen zur Qualitätssicherung bzw. Handlungsbedarf in naher Zukunft für den Mathematikunterricht können nur dann in die Tat umgesetzt werden, wenn alle Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich mitarbeiten:
Die individuelle Entwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit der einzelnen Lehrkräfte muss sich mit Teamarbeit und innerschulischer Kooperation verbinden. Diese konkretisiert sich in gemeinsamer Unterrichtsvorbereitung und -reflexion bei parallelen Kursen. Die gemeinsame Planung von Unterricht und seine Analyse und Auswertung ist ein wesentliches Mittel zur Verbesserung des Unterrichts. Auf der Grundlage entsprechender inhaltlicher Absprachen sollten gemeinsame Arbeiten für parallele Klassen bzw. Kurse geschrieben werden.
Evaluation und Konsequenzen für die Fortschreibung des Unterrichts
Mit dem Eindringen mathematischer Betrachtungs- und Denkweisen in immer weitere Lebens- und Berufsbereiche fällt dem Mathematikunterricht die Aufgabe zu, hierzu notwendige Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bereitzustellen. Dazu zählen u.a.
  • Das Lernen mathematischer Begriffe
  • Das Lernen mathematischer Regeln
  • Problemlösen im Mathematikunterricht
Hierzu gehört die Beherrschung sogenannter "Kulturtechniken" u.a. mit dem Ziel, eine gewisse Rechenfertigkeit zu erreichen, d.h. eine Sicherheit im Ausführen von Rechenoperationen, die man überall im täglichen Leben braucht (z.B. Kenntnis des Einmaleins, schriftliche Rechenverfahren, Durchführung von Überschlägen, Rechenvorteil erkennen, Anwendung von Formeln zur Flächen- und Volumenberechnung sowie Anwendung des Dreisatzes). Dazu würde z.B. auch das Aufstellen und Lesen von grafischen Darstellung und Tabellen zählen, der Umgang mit dem Zirkel und Lineal und mit einem Taschenrechner.
Auf dieser Grundlage ist bei der Fachkonferenz am 26.09.02 beschlossen worden, in den Klassen 6 bis 9 ein bestimmtes Basiswissen zu trainieren und in den Klassenarbeiten abzufragen.
Leistungserfassung und -bewertung
Die schulische Leistungsbewertung hat - gerade auch im Fach Mathematik - ein großes Gewicht. Sie ist Grundlage zahlreicher pädagogischer Entscheidungen, die für den Berufs- und Lebensweg der Schüler von weitreichender Bedeutung sein können. Im Zusammenhang mit der Leistungsbewertung wird oft von der Leistungsfähigkeit eines Schülers gesprochen, obwohl eigentlich nur Aussagen über ein Leistungsergebnis aufgrund eines Leistungsvollzuges eines Schülers gemacht werden können. Die Beurteilung eines Schülers einschließlich seiner Leistungsbewertung gehen im Unterricht häufig fugenlos ineinander über, doch haben beide eine grundsätzlich unterschiedliche Zielsetzung: zum einen den Schüler selbst (als Person), zum anderen die objektivierbare Leistung des Schülers (als Prozess und Ergebnis).
Die Zeugnisnote des 1. Halbjahres setzt sich zusammen aus den Klassenarbeiten und der "Sonstigen Mitarbeit". unter der "Sonstigen Mitarbeit" versteht man:
  • Anwesenheit (bei Fehlen, entschuldigt)
  • Heftführung
  • Hausaufgaben
  • mündliche (konstruktive) Mitarbeit
Die Erstellung der Jahreszeugnisnote wird zunächst wie die des 1. Halbjahres errechnet, plus der Berücksichtigung des 1. Halbjahres. Tendenzen des 2. Halbjahres werden stärker berücksichtigt.
.
 
Fachbereich Englisch
Lehrwerk


Das an der GHS Eilendorf eingesetzte Lehrwerk ist seit vielen Jahren  Highlight 1-6 aus dem Cornelsen Verlag. Bedingt durch die Ablösung der alten Richtlinien und Lehrpläne für das Fach Englisch durch die sogenannten Kernlehrpläne ist jedoch in naher Zukunft die Einführung eines neuen Lehrwerkes nötig, das den moderneren Aufgabenprofilen und Kompetenzanforderungen an die Schüler optimaler Rechnung trägt. Der Auswahlprozess soll zum Ende des laufenden Schuljahres (2008/2009) abgeschlossen sein und das neue Lehrwerk mit dem folgenden Schuljahr einsetzen.

Grundsätze der methodischen und didaktischen Arbeit
Die Schüler/innen sollen ihre Fähigkeiten zur Comprehension (Textverständnis), Language (sprachliche Kompetenz) und Production (Transferfähigkeit, Produktion eigener Texte) nachweisen. Ziel des Englischunterrichts muss es sein, diese 3 Fähigkeiten zu stärken. Die Aufgabenfelder sind als gleichrangig zu sehen, wobei aus Sicht der Fachkonferenz der Sprachproduktion ein besonderer Stellenwert zukommt, vor allem im Hinblick auf die Klassen 10 B. 

Differenzierungsmodelle
Englisch wird von Anfang an als Fachunterricht erteilt, sodass keine methodischen Unterschiede zwischen Montessori- und Regelzweig bestehen. Allenfalls wird in den Montessori-Klassen unterstützendes Freiarbeitsmaterial angeboten. Zweigübergreifend kommen auch die zur Zeit aktuellen Differenzierungsmodelle zur Anwendung: In den Jahrgängen 7 und 8 arbeiten wir gegenwärtig binnendifferenziert. Hierbei sind alle SchülerInnen einer Klasse als Grundkurschüler oder Erweiterungskursschüler eingestuft, lernen aber die meiste Zeit der vorgesehenen Wochenstunden im Klassenverband, ergänzt durch eine außendifferenzierte Stunde pro Woche in der E-Kurs bzw. G-Kurs-Teilgruppe. Für die Jahrgänge 9 und 10 werden die Schüler nach dem Prinzip der Außendifferenzierung unterrichtet, d.h. entsprechend des Leistungsstandes und –vermögens erfolgt der Unterricht ausschließlich im Grundkurs oder im Erweiterungskurs. Der sogenannte Erweiterungskurs für die leistungsstärkeren SchülerInnen ist in der Regel zweigübergreifend mit SchülerInnen aus Regel- und Montessorizweig besetzt. Die Differenzierungsmodelle an der GHS Eilendorf unterliegen der fortlaufenden Evaluation und wenn nötig, daraus resultierend der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Darin spiegelt sich unser Anliegen, unseren Schülern die jeweils für sie bestmöglichen Angebote zu machen. Da die Schülerschaft von heute nicht unbedingt der zukünftigen Schülerschaft entspricht, ist es nur natürlich, dass Konzepte in gewissen Intervallen überprüft und angepasst werden müssen.

Fachlicher Dialog und Parallelität innerhalb einer Jahrgangsstufe
In allen Jahrgängen arbeiten die Fachlehrer teamorientiert und sind, sofern es die tatsächlichen Gegebenheiten der verschiedenen Lerngruppen zulassen, um bestmögliche inhaltliche und zeitliche Koordination des Fachunterrichts bemüht, z.B. bei der zeitlichen Planung oder beim Erstellen gemeinsamer Arbeiten. Am Ende der Jahrgangsstufe 8 müssen sich die Lerngruppen in Form der Lernstandserhebungen dem landesweiten Vergleich unterziehen. Für die Klasse 10 erfolgt selbiges im Rahmen der Zentralen Abschlussprüfung.
Die Fachkonferenz ist um eine sorgfältige Aus- und Verwertung der jährlichen Prüfungsergebnisse bemüht, besonders mit Blick auf weitere Optimierung des Lernerfolgs für unsere SchülerInnen.

Leistungsbewertung
Für ein ausreichend (4,5) muss von den SchülerInnen mindestens 50% der maximalen Punktzahl erreicht werden. Mögliche Punkteverteilung (nach der Gauß´schen Normalverteilung)

100-93  Punkte sehr gut
  92-82  Punkte gut
  81-67  Punkte befriedigend
  66-50  Punkte ausreichend
  49-29  Punkte mangelhaft
  28-00  Punkte ungenügend

Kriterien und Grundsätze für die Leistungsbewertung und die Herleitung der Zeugnisnote 
Im Fach Englisch spielt die mündliche Leistung eine wesentliche Rolle. In den unteren Klassen gilt das Primat des Mündlichen; so setzt sich eine Zeugnisnote wie folgt zusammen: Mündlich 60%, schriftlich 40%. In den oberen Klassen (7.-10. Klasse) fließen sowohl die schriftliche als auch die mündliche Leistung zur Hälfte in die Zeugnisnote mit ein.

2.11  Gemeinsame Leistungskontrolle
Leistungsbewertung erfolgt auf der Basis der im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Sie soll den Schülerinnen und Schülern ihren persönlichen Leistungs- und Entwicklungsstand aufzeigen.
- In den Jahrgängen 5 und 6 im Montessori-Bereich erhalten die Schülerinnen und Schüler noch keine Leistungsbewertung. Ihr Leistungs- und Entwicklungsstand wird im Gespräch zwischen ihnen, Eltern und Lehrerin bzw. Lehrer und zum Schuljahresende durch ein "Gutachten“ aufgezeigt. Vergleichbare Lernzielkontrollen innerhalb der Jahrgänge und abgestimmte Beurteilungsmaßstäbe fördern die homogene Entwicklung im Lernprozess.
 

2.12 Konzepte für die Arbeit in der Erprobungsstufe, Montessoriklassen, Abschlussklassen

In Bereichs- und Stufenkonferenzen werden Lehrerteam-übergreifend Konzepte für die Arbeit im Hinblick auf die spezifischen Besonderheiten der oben genannten Klassen entwickelt, überprüft und modifiziert.
 

2.13 Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung
 
Klasse 8    Arbeitslehre-Wirtschaft
1. Halbjahr
 
 
 
 
 
 
 
 
 

2. Halbjahr
 
 
 
 
 
 

 

Begriffsdefinition „Arbeit“

Arbeit – Berufe im Wandel der Zeit

  • Berufe der Eltern
  • erste (vage) Berufswünsche
  • Kennenlernen von Berufen durch
    • Besuch BGZ – Simmerath
    • eventuelle Betriebsbesichtigungen
    • RWTH -Projekt Mädchen in Technik u.Handwerk


Vorbereitung des 1. Betriebspraktikums

  • Suchen von Praktikumsplätzen
  • gegebenenfalls Einzelberatung
  • Vorbereitung Berichtsheft
  • Motivia


Buch: Praxis 7/8 Westermann Verlag 

Klasse 9    Arbeitslehre-Wirtschaft
1. Halbjahr
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

2. Halbjahr

Vorbereitung 1. Praktikums
  • Praktikumsmappe 
  • gegebenenfalls Gesundheitszeugnis
  • Rechtsrahmen
Durchführung des 1. Praktikums 
Auswertung des 1. Praktikums:
  • Erfahrungsaustausch
  • Bewertung
Bewerbungstraining AOK und FA. Continental (KURS)
Besuch im BIZ 
Kompetenzcheck (Hamett II)
aktive Berufsberatung durch Arbeitsagentur und Beratungslehrer
erste Bewerbungen ( Großunternehmen)
 

gezielte Suche zweites Praktikum: 

  • Bearbeitung „mach's richtig"
  • Nutzung diverser Web-Sites
  • Metall- u. Elektroberufe: Info-Bus
  • Besuch ZAB
  • RAA
Ziel: möglichst 3 alternative Berufswünsche finden , unter
Berücksichtigung der realen, angespannten  Situation auf dem Arbeitsmarkt

Im Deutschunterricht: 
Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Auswahltests, Vorbereitung auf Verhaltensregeln für Bewerbungsgespräche; Nutzung der BIZ-Seiten im Internet

Klasse 10    Arbeitslehre-Wirtschaft Vorbereitung 2. Praktikum:
  • Praktikumsmappe 
  • gegebenenfalls Gesundheitszeugnis
  • Rechtsrahmen
Durchführung des 2. Praktikums 
Auswertung des 2. Praktikums
  • Erfahrungsaustausch
  • Bewertung 
  • Ex-Schüler berichten
Vorstellung der verschiedenen Berufskollegs durch Berufsschullehrer bzw. Besuche der Schulen

Stellensuche

  • BIZ
  • Internet
  • „Berufe aktuell“
  • „Startblock“
  • „Lehrstellenatlas“
  • Infotag der Berufskollegs
  • gegebenenfalls Ferien- od. 2-Tagespraktikum
  • Begleitung bei Bewerbungen durch Beratungslehrer / Deutschlehrer  und Arbeitsagentur

Ab Jahrgang 8 findet gezielte Berufsorientierung statt. Im Wirtschaftslehreunterricht werden die Schüler an Berufsfelder und Einzelberufe herangeführt und ihnen somit die Orientierung in dem Berufsangebot erleichtert. Dies geschieht mit Hilfe umfangreicher Arbeitsmappen, die das Arbeitsamt zur Verfügung stellt, durch Betriebserkundungen (wenn möglich) und ab Jahrgang 9 durch ein dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum, durch den Besuch im BIZ und weitere beratende Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt.
 

2.14 Vermittlung von Basisqualifikationen
 
Neben dem erklärten Ziel, das Erlangen von Grundfähigkeiten im 
  • Rechnen, 
  • Schreiben und 
  • Lesen,
wird auch auf die Vermittlung der Basisqualifikationen Wert gelegt wie 
  • Ordnung, 
  • Sauberkeit, 
  • Pünktlichkeit, 
  • Kommunikationsfähigkeit, 
  • Teamfähigkeit, 
  • Verantwortungsgefühl, 
  • Umgangsformen, 
  • Konzentrationsfähigkeit, 
  • Arbeitstechniken und
  • Computerkenntnisse.

3. Erziehung und Beratung

3.1 Sozialisierung
Das Einüben sozialer Spielregeln wird durch die bestehende Schulordnung und eine in den Klassen erarbeitete Klassenordnung gelenkt und unterstützt. Durch Übernahme zeitlich begrenzter Dienste im Sinne der Klassengemeinschaft wird das Verantwortungsbewusstsein gestärkt. In allen Bereichen des Schulalltags wird auf höfliches und respektierendes Miteinander Umgehen geachtet. Entsprechende Umgangsformen werden mit den Schülern eingeübt, die zu gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung führen sollen. Hier müssen häufig häusliche Defizite ausgeglichen und multikulturelle  Konflikte aufgefangen werden.

3.2 Identifikationsmöglichkeiten bieten

Die Schüler der neuen 5. Jahrgänge werden durch eine Aufnahmefeier begrüßt und durch einen „sanften Einstieg“ (wird noch genauer erläutert) in den Schulalltag eingeführt.
So soll ein Gruppengefühl aufgebaut und die Bindung an eine Klasse erleichtert und gefördert werden. Weitere Maßnahmen für Indentifikationsmöglichkeiten sind: Mädchen AG, Silentium, Projektgruppen, „Fördermaßnahmen“,
Traditionen, wie Schüler der 9. Jahrgänge bedienen die Cafeteria bei Elternsprechtagen und richten den Imbiss bei Entlassfeiern oder anderen Festlichkeiten aus, Schüler üben Programmstücke für Feiern ein.

3.3 Streitschlichtung

Ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Erweiterung der sozialen Kompetenz ist die Einführung des Streitschlichtungskonzeptes an unserer Schule. Schüler des neunten Schuljahres werden als neutrale Streitschlichter ausgebildet.
 
Begründung: Die Fähigkeit einer selbstständigen, gewaltfreien Konfliktlösung unter Schülern ist eine wichtige soziale Kompetenz, die wir in unserer Schule besonders fördern möchten. Die Einführung des Streitschlichtersystems und die damit verbundene Ausbildung von Streitschlichtern in der Klasse 9 ist als eine Ergänzung und Erweiterung der in der Klasse 5 vermittelten Inhalte anzusehen. Nicht immer gelingt es den Konfliktpartnern, ihren Streit ohne die Begleitung und Steuerung durch eine neutrale dritte Person zu regeln. Ausgebildete Schüler sollen die Aufgabe eines neutralen Streitschlichters für Bagatellfälle im 5. und 6. Schuljahr übernehmen.
Ziel: Es soll erreicht werden, dass ausgebildete Schülerinnen und Schüler die Aufgaben eines neutralen Streitschlichters übernehmen.
Durchführung: Der Erwerb der notwendigen Schlichterkompetenzen wird in einer von Koordinatoren geleiteten mehrwöchigen Ausbildungsphase vermittelt. Die Inhalte dieser Ausbildung, die zum Teil noch in der Entwicklungsphase ist, sind an den vorliegenden theoretischen Aspekten zur Streitschlichterausbildung orientiert. Aspekte der Gesprächsführung, Rituale und wichtige Regeln eines Schlichtungsgesprächs, Elemente der Körpersprache, das Einfühlungsvermögen in die Konfliktpartner, das Bewusstmachen der Verantwortung für den organisatorischen und inhaltlichen Ablauf sind ebenso wichtige Aspekte des Ausbildungsprogramms wie die Beachtung der Vertraulichkeit und der konsequenten Neutralität eines Schlichters. Nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Ausbildung und der Aushändigung eines „Zeugnisses“ haben diese Schüler eine persönliche Kompetenz gewonnen, die sie nicht zuletzt auch durch eine Bemerkung in ihrem Bewerbungszeugnis bei der anstehenden Berufswahl und der Bewerbung erfolgreich verwenden können.
Die ausgebildeten Koordinatoren sind für die Planung der Streitschlichterausbildung verantwortlich.

3.x Beratungskonzept (Vorabfassung Mai 2009)
 
Vorbemerkung Im Erlass „Einsatz und Weiterbildung von Beratungslehrern“ vom 08.04.2004 wird die Erstellung eines Beratungskonzeptes der Schule vorgegeben, in dessen Rahmen nicht nur die Arbeit der Beratungslehrer, sondern auch die Aufgaben der anderen an der Beratung Beteiligten in der Schule beschrieben werden soll.
Ziele des Beratungskonzeptes Dieses schuleigene Beratungskonzept soll die Beratungsaufgaben der Lehrerinnen und Lehrer und anderer Berater, mit denen die Schule zusammenarbeitet oder ihre Zusammenarbeit entwickeln will, definieren.
Im Verlauf der Diskussion dieses Konzeptes kann klarer abgestimmt werden, wer welche Aufgaben übernimmt, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen und wer mit wem innerhalb und außerhalb der Schule zusammenarbeitet. Im Verlauf eines solchen Diskussionsprozesses kann für die Lehrkräfte das Beratungskonzept deutlich machen, dass keine Lehrkraft mit ihren Beratungsaufgaben alleine dasteht. Das schuleigene Beratungskonzept zeigt auf, an wen man sich in bestimmten Situationen wenden kann, mit wem man sich beraten kann, wer Hilfe und Unterstützung bietet.
Wer kann beraten werden? Adressaten für Beratung sind Schüler, Eltern und Kollegen der GHS Eilendorf.
Wann wird beraten? Die Initiative zur Einschaltung des Beratungslehrers oder eines anderen Beraters kann von der einzelnen Fach- oder Klassenlehrkraft, der Schulleitung oder einzelnen Koordinatoren, den Eltern oder dem Schüler selbst ausgehen. Schulische Maßnahmen (z.B. Ordnungsmaßnahmen bei Störungen und Konflikten) sollten von Beratungsgesprächen getrennt sein. Das Beratungsgespräch darf keine erzwungene Ordnungsmaßnahme sein! Sollte im Ausnahmefall eine Beratung als „Auflage“ erfolgen, so ist zu klären, unter welchen Bedingungen der Schüler dazu bereit ist und ob ein Einverständnis der Eltern vorliegt.
Gegenstand der Beratung können alle 
schulischen Problemfelder sein. 
Das Beratungsteam nimmt in diesem 
Rahmen folgende Aufgaben wahr:
- Schullaufbahnberatung und berufsorientierende Beratung (von Schülern, Eltern und Lehrern über Bildungsangebote, Schullaufbahnen und berufliche Bildungswege.)
- Vorbeugende Maßnahmen (Drogen-, Gewaltprävention und Gesundheitsmanagement)
- Beratung in Unterrichts- und Erziehungsfragen (Unterrichtshilfen, kooperative Verhaltensmodifkation usw)
- Einzelfallberatung (von Schülern bei besonderen Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten in familiären und persönlichen Krisensituationen sowie der Vermittlung diagnostischer und therapeutischer Hilfen).
Wer berät? Beratung von Schülern und Eltern ist Aufgabe aller Lehrer unserer Schule. Diese Tätigkeit verrichten sie sowohl als Klassen- als auch als Fachlehrer. Kollegialer Austausch über beratungsrelevante Aspekte erfolgt im Rahmen von informellen Gesprächen und innerhalb von Fach- und Lehrerkonferenzen.
Eltern und Schülerinnen, aber auch Kolleginnen müssen auf ein unkompliziert erreichbares Unterstützungssystem zurückgreifen können, um bei Problemen angemessene Lösungen finden zu können. Im Folgenden werden die einzelnen mit der Beratung befassten Personen aufgeführt:

Die Schulleitung    (Herr Börger, Herr Gran)
- berät Schüler, Eltern und Kollegen bei Ordnungs- und Disziplinarangelegenheiten in akuten Fällen und als Begleitung längerer Prozesse,
- berät bei Schul- und Schulformwechsel, 
- berät die SV bei regelmäßigen Treffen,
- unterstützt die Kollegen/innen in der unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit und in rechtlichen Belanden,
- berät die Eltern in Erziehungsfragen,
- kooperiert mit allen Beratungsinstitutionen und Beratungspersonen.

Die Klassenlehrer/innen
- sind grundsätzlich erste Beratungsinstanz,
- beraten Schüler und Eltern, um das Arbeits- und Sozialverhalten zu verbessern,
- geben eventuelle Hilfen bei der Erziehung,
- sind zuständig und verantwortlich für die Beratung ihrer Schülerinnen und für die Bearbeitung pädagogischer Probleme in der Klasse,
- beziehen den Beratungslehrer ein, wenn die Lösung eines Problems nicht möglich ist,
- informieren Fachlehrer über mögliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten bzw. Leistungsschwächen zwecks Koordination der Beratung,
- beraten Schülerinnen und Eltern bei Leistungsschwächen und  Verhaltensauffälligkeiten,
- beraten Schülerinnen und Eltern über Abschlüsse und Übergänge in andere Schulformen,
- kooperieren mit allen Beratungsinstitutionen und Beratungspersonen.

Die Fachlehrer/innen
- informieren und beraten über fachspezifische Leistungen sowie über Arbeits-und Sozialverhalten,
- kooperieren vorrangig mit den Klassenlehrer/Innen und den Beratungspersonen.

Das Trainingsraum-Team       (Frau Reitz, Frau Blees, Frau Gramen, Frau Kruse)
- führt Beratungsgespräche mit Schülern, die aus dem laufenden Unterricht in den Trainingsraum geschickt wurde. Die Beratungslehrerin führt die Gespräche mit Schülern und Eltern nach dem 7. Trainingsraum-Besuch.

Der SV-Lehrer         (Herr Gran)
- vermittelt Gespräche zwischen Kollegen und Schülern,
- organisiert in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrer/Innen und der Schulleitung die Schulentlassung,
- betreut die SV Versammlungen,
- organisiert die Schülerbeiträge bei Verabschiedungen, Jubiläen und Feiern,
- wirkt beratend bei der aktiven Pausengestaltung mit,
- kooperiert mit allen Beratungsinstitutionen und Beratungspersonen.

Das Beratungsteam                              (Frau Kruse, Frau Auerbach, Herr Bohlen)
- ergänzt und intensiviert die Beratungstätigkeit der Lehrer/Innen an der Schule,
- erstellt und aktualisiert erlassgemäß das Beratungskonzept der Schule,
- führt gegebenenfalls Konfliktmoderationen mit Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen der Schule durch,
- ist zuständig für die Vorklärung eines Problemfalles, ob sie selbst den Fall bearbeitet oder eine Vermittlung an andere interne oder externe Personen oder Institutionen erfolgen soll,
- führt Beratungsgespräche mit Schülern und Eltern (Einzelberatung),
- pflegt intensiven Austausch mit den am Ort oder außerhalb vorhandenen externen Beratungseinrichtungen,
- berät Kollegen,
- führt die Gespräche mit Schülern und Eltern nach dem 7. Trainingsraum-Besuch des Schülers,
- konzipiert Projekte und präventive Maßnahmen.

Wie wird beraten? Ort der Beratung: Das Beratungsgespräch findet in der Regel im Beratungszimmer statt. Hier sollte ein Telefon für notwendige Anrufe zur Verfügung stehen (Schulhandy) und hier befinden sich auch die Beratungsunterlagen. Dieser Raum sollfte für andere Belande als die Beratung (auch aus Gründen der Verschwiegenheit) für andere Personen nicht nutzbar sein. Zu den Beratungsstunden steht die Beratungslehrerin den Schülern und Eltern zur Verfügung. Es können aber auch Termine vereinbart werden (telefonisch)

Freistellung für das Beratungsgespräch: Die Schüler, die einen Beratungstermin in Anspruch nehmen wollen, informieren den für sie zuständigen Klassen- oder Fachlehrer. Dieser wird in der Regel den Schüler von seinem Unterricht befreien, es sei denn, dass zu diesem Zeitpunkt eine Arbeit geschrieben wird oder andere wichtige Gründe vorliegen. In diesem Fall informiert der Schüler den Beratungslehrer. Ansonsten kommt der Schüler zum vereinbarten Termin ins Beratungszimmer. Er bekommt von der Beratungslehrerin eine Mitteilung über die Dauer des Beratungsgesprächs, die er beim Klassen- oder Fachlehrer abgibt. Wünscht der Schüler eine anonyme Beratung, muss er einen Nachmittagstermin vereinbaren.

Häufigkeit der Beratung: Die Häufigkeit der Beratungsgespräche hängt von der individuellen Problemlage ab. In einer Vielzahl von Fällen werden ein oder zwei Beratungsgespräche ausreichen.

Freiwilligkeit der Beratung: Die Teilnahme an einem Beratungsgespräch (im Rahmen der Einzelfallhilfe) ist freiwillig. Kein Ratsuchender kann somit zu einem solchen Gespräch gezwungen werden. Für die Lösung bestehender Probleme ist die aktive Mitarbeit nötig, ein Teilnahmezwang würde dieser Zielsetzung entgegenwirken. Klassen- bzw. Fachlehrer sollen aber auf diese Möglichkeit hinweisen und die Schüler zu solchen Gesprächen ermutigen. Jeder Schüler hat das Recht, in einem Beratungsgespräch gehört zu werden. Den Grund für dieses Gespräch muss er anderen Lehrern nicht nennen, wenn er dieses nicht möchte.

Verschwiegenheit des Beratungslehrers: Da in einem Beratungsgespräch sehr persönliche Themen zum Gesprächsinhalt werden können, unterliegen die Beratungslehrer immer der Schweigepflicht (Ausnahme: Planung eines Gewaltverbrechens). Der Ratsuchende muss seine Äußerungen geschützt wissen, um eine offene Kommunikation zu ermöglichen. Mit Einverständnis des Schülers kann aber die Weitergabe sachdienlicher Informationen vereinbart werden, um die Lösung eines Problems zu ermöglichen.

Die Unabhängigkeit des Beratungslehrers: Der Beratungslehrer ist neutral und die Beratung erfolgt nicht auf Weisung oder mit einem inhaltlichen Auftrag von anderen.

Die Verantwortlichkeit des Beratungslehrers: Der Beratungslehrer greift nicht in die Verantwortungsbereiche anderer Schulmitglieder ein und überträgt dem Ratsuchenden weitgehend die Eigenverantwortung für die Umsetzung von Empfehlungen und gemeinsam erarbeiteten Handlungsschritten.

Beratung und Zusammenarbeit mit 
helfenden Institutionen 
(Zusammenfassung des Beratungskonzeptes)
Die pädagogische Arbeit der Lehrer/innen der GHS Eilendorf beinhaltet die Beratung von Schülern und Eltern als elementaren Bestandteil. Kennzeichnend für sie ist die Freiwilligkeit, der Vertrauensschutz und die Partnerschaftlichkeit.
Darüber hinaus halten wir es für 
sinnvoll und notwendig, dass allen 
ein Angebot zur Verfügung steht, 
das folgende Faktoren berücksichtigt:
- größeres Zeitkontingent 
- Spezialkenntnisse und größere beraterische Kompetenz 
- Neutrale Position durch Distanz zum System Schule 
- Möglichkeiten weitergehender Hilfe bzw. deren Vermittlung. 
Dies versuchen wir zu verwirklichen 
durch ein Netzwerk von Personen 
und Institutionen, die in unserer Schule 
tätig sind oder mit denen wir eng 
zusammen arbeiten. So bestehen 
vielfältige Möglichkeiten, Beratung oder 
Hilfe in Anspruch zu nehmen.
- Der SV-Verbindungslehrer (Herr Gran) stellt neben seinen Aufgaben in der SV eine erste Anlaufstation für Schüler bei konkreten Schwierigkeiten bzw. auch bei Verbesserungsvorschlägen für das Schulleben dar. 
- Die Lehrer für Suchtprophylaxe (Frau Auerbach, Herr Bohlen) sind Ansprechpartner bei Suchtfragen, halten Kontakt zu Beratungsstellen und Jugendamt, vermitteln konkrete Hilfen und geben Anregungen zur Prävention.
- Die Beratungslehrerin (Frau Kruse) bietet aufgrund ihrer zeitlichen Entlastung und ihrer Ausbildung weitergehende Hilfe in der Schule an. Sie berät Schüler, Lehrer und Eltern bei Fragen der Erziehung, den Schulleistungen und bei persönlichen Konfliktsituationen. Dabei entwickelt sie mit den Beteiligten im Gespräch Lösungsmöglichkeiten und Strategien, die sie dann auch begleiten kann. Darüber hinaus arbeitet sie eng mit dem Schulpsychologischen Dienst, dem Jugendamt und Erziehungsberatungsstelen, wie dem Kinderschutzbund, zusammen, um weitergehende Hilfe zu vermitteln.
- Der schulpsychologische Dienst und die Erziehungsberatungsstelle arbeiten eng mit der Beratungslehrerin, aber auch mit einzelnen Kollegen zusammen. Sie sind bereit, in die Schule zu kommen und vor Ort zu arbeiten. Kennzeichnend ist aber auch, dass sie von ihrem Auftrag her von der Schule unabhängige Institutionen sind, die Schülern und Eltern Beratung und weitergehende Hilfe anbieten.
- Der Berufswahlkoordinator (Herr Gran) hat regelmäßig Sprechstunden für Schüler und Eltern. Er berät in allen Fragen der Berufswahl- und –orientierung, außerdem vermittelt er Kontakte, ggfs. Fördermaßnahmen und stellt Materialien zur Berufswahlvorbereitung zur Verfügung (siehe auch Konzept für Berufswahlkoordination). 
- Die Bezirkspolizisten (Herr Seidel, Herr Thielen) sind mindestens einmal pro Monat in der Schule, so dass ihr Auftreten zur Normalität geworden ist. Sie bieten regelmäßige Beratung für Klassen an. Darüber hinaus sind sie wichtige Ansprechpartner und Berater für Lehrer und Schulleitung für das gesamte Spektrum von Verkehrserziehung bis Kriminalität.

3.4 Elternberatung

Die Beratung seiner Schüler und deren Erziehungsberechtigte ist vorrangig Aufgabe des Klassenlehrers. Er ist ständiger Berater für seine Schüler bei Konflikten und Schwierigkeiten. Er steht den Erziehungsberechtigten außer an Elternsprechtagen – im Montessori-Bereich außerdem an monatlichen Sprechabenden – auch nach Vereinbarung zur Verfügung. Er berät im Hinblick auf die Schullaufbahn, die Berufswahl und unterstützt oftmals bei der Lehrstellensuche. Er schafft im Bedarfsfall Kontakt zu fachlich kompetenten Stellen des Arbeitsamtes, des schulpsychologischen Dienstes, der Suchtberatung usw.
 
Nach den Vorgaben des neuen Schulgesetzes muss das gesamte Beratungskonzept der Schule überarbeitet werden, da Sprechzeiten während der Unterrichtszeit nicht mehr zugelassen sind. 

Von dieser Möglichkeit hat die GHS Eilendorf bisher lediglich während der Vormittage der beiden ganztägigen Eltern-/Schülersprechtage Gebrauch gemacht. Alle anderen Sprechzeiten lagen grundsätzlich außerhalb der Unterrichtszeit:

  • vierwöchige Sprechabende ab 19.00 bis etwa 22.00 Uhr zunächst nur im Montessorizweig, zunehmend auch im Regelzweig der Schule
  • Beratungen von Schülern und Eltern nach Unterrichtsende ab 13.30 Uhr
  • eigens anberaumte Termine in der Schule in besonders dringenden oder wichtigen Angelegenheiten nachmittags oder abends
  • Klassenkonferenzen mit vollziehendem und/oder beratendem Charakter grundsätzlich mittwochs ab 15.00 Uhr
  • telefonische Beratung der Eltern außerhalb der Unterrichtszeit, auch samstags und sonntags

3.5 Kollegiale Beratung

Auch die kollegiale Fürsorge wird praktiziert. Abgesehen von gegenseitiger Beratung in Team- und Bereichssitzungen wird oftmals
„zwischendurch“ besprochen, beraten, unterstützt. (Vorbild-Funktion)
Ziel:
Mehr Unterstützung von außen z.B. durch Sozialarbeiter, Fortbildungen, Supervisionsteam usw.

3.6 Trainingsraumprogramm
 
Ziel

Störungen – auch durch Verhaltensauffälligkeiten der Schüler – behindern oft den Schulalltag. Um für eine ungestörte, konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Klassenraum zu sorgen, hat die GHS Eilendorf das Trainingsraumprojekt eingeführt. Gleichzeitig lernen die Schüler, Verantwortung für Ihr Handeln und ihre Ziele im Unterricht zu übernehmen und die Rechte der anderen zu respektieren. Dafür wurden drei Regeln aufgestellt.

  • Jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jede Lehrkraft hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Jeder muss die Rechte der anderen respektieren.
Die SchülerInnen und Schüler sind selbst für die positiven sowie negativen Folgen ihres Verhaltens verantwortlich (Eigenverantwortung übernehmen). Schüler, die lernen, eigenverantwortlich in der Klasse zu handeln, erwerben die Fähigkeit, dieses Prinzip auch in den Freizeitbereich, in die Familie und in den späteren Beruf zu übertragen.
Verfahren

Das Trainingsraumprogramm hat als Grundlage einen festen, für alle zuverlässigen und durchschaubaren Ablauf:

  • Ein störender Schüler erhält vom unterrichtenden Lehrer eine ausdrückliche Ermahnung.
  • Wenn er dieser ausdrücklichen Ermahnung nicht Folge leistet und sich entscheidet, weiter zu stören, muss er den Klassenraum verlassen und wird mit einem Infozettel in den Trainingsraum (TR) geschickt.
  • Im Trainingsraum kann er mit Hilfe eines dafür ausgebildeten Lehrers oder einer Lehrerin über sein störendes Verhalten nachdenken und einen Plan erstellen, wie er es schaffen kann, nicht mehr zu stören. Der Schüler schreibt einen Rückkehrplan.
  • Mit diesem Rückkehrplan kehrt er in die Klasse zurück und legt ihn dem Lehrer vor.
  • Wenn der Lehrer diesen Rückkehrplan akzeptiert, kann der Schüler weiter am Unterricht teilnehmen.
  • Wenn der Lehrer den Plan nicht akzeptiert oder wenn der Schüler auch nach der Rückkehr weiter stört, wird der Schüler wieder in den Trainingsraum geschickt.
  • Sollte er zum dritten Mal am selben Unterrichtstag durch Störungen auffallen, muss er die Schule verlassen und kann nur in Begleitung der Eltern am nächsten Tag zur Schule zurückkehren. Diese Elternbegleitung ist verbunden mit einem Beratungsgespräch, an dem Eltern, Schüler und Schulleitung teilnehmen.

  • Wird ein Schüler insgesamt 4 mal in den Trainingsraum geschickt, werden die Eltern darüber schriftlich informiert. Bei insgesamt 7 Entsendungen in den Trainingsraum werden die Eltern zu einem Beratungsgespräch in die Schule gebeten. Bei insgesamt 10 Entsendungen in den Trainingsraum findet ein Gespräch mit der Schulleitung statt.
Diese Regeln und Abläufe sind allen Schülern bekannt gemacht worden und gelten als verbindlich ab dem 06.08.2007. 

Die Eltern sind zunächst einmal bei folgenden Vorfällen direkt eingeschaltet:

  • wenn der Schüler sich weigert, in den Trainingsraum zu gehen
  • wenn der Schüler nicht wie angeordnet zum Trainingsraum geht, sondern die Schule verlässt,
  • wenn der Schüler zum dritten Mal an einem Tag in den Trainingsraum entsandt werden muss,
  • wenn der Schüler im Trainingsraum weiter stört.
In diesen Fällen gilt die Regel, dass der Schüler vom weiteren Besuch des Unterrichts ausgeschlossen wird und nur in Begleitung eines Elternteils wieder in den Unterricht zurückkehren kann. Diese Begleitung durch ein Elternteil schließt gleichzeitig ein Beratungsgespräch für die Eltern ein. Das Kind darf so lange nicht am Schulunterricht teilnehmen, bis wir das Gespräch mit den Eltern geführt haben.
Fazit

Folgende positive Konsequenzen wurden seit der Einrichtung des Trainingsraums beobachtet:

- weniger Unterrichtsstörungen
- mehr Selbstverantwortung der Schüler
- Festigung der Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule

4. Schulleben

4.1 Die Schülerinnen und Schüler planen und führen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam Klassen- und Schulfeiern (wie Begrüßungs-, Abschluss-, Karnevalsfeiern, Erntedankfest, etc.),

4.2 Klassentage, Projekttage, Ausflüge und Klassenfahrten durch.
Das Fahrtenkonzept der Schule ist überarbeitet. Die Anzahl der Fahrten, die inhaltliche Orientierung unter sozialen, sportlichen, kulturellen und staatsbürgerlichen Aspekten sind koordiniert und neu strukturiert. Durch eine zeitliche Bündelung der Fahrten soll die allgemeine schulische Auswirkung (Abwesenheit von Kollegen, nichtteilnehmende Schülerinnen und Schüler) gering gehalten werden. Um eine zusätzliche Belastung anderer Klassen und des Kollegiums zu vermeiden, kann eine Klassenfahrt nur ab einer Beteiligung von 85% der Schüler und Schülerinnen durchgeführt werden, d.h. es dürfen nicht mehr als 3-4 Schüler und Schülerinnen pro Klasse sein, die nicht mitfahren.

Beschluss vom 01.09.2008
 
Jahrgang 5/6 Schwerpunktausrichtung: Gemeinschaftserfahrung
Dauer:    max. 6 Schultage, flexibel auf  beide Schuljahre verteilbar
Kosten:   max. 140 Euro
Jahrgang 7/8 Schwerpunktausrichtung: Erlebnischarakter
Dauer:    max. 5 Schultage, flexibel auf beide Schuljahre verteilbar
Kosten:   max. 160 Euro
Jahrgang 9/10 Schwerpunktausrichtung: Bildungsfahrt
Dauer:    5 Schultage, eine Abschlussfahrt
Kosten:   max. 220 Euro
Ziele in Deutschland und BENELUX, Klassen entscheiden den Prorammrahmen
Kostenentwicklung Die angegebenen Kosten beziehen sich auf das Schuljahr 2008/09 und können sich jährlich um etwa 4% erhöhen. Sie beinhalten sämtliche Teilkosten für Fahrt, Unterkunft, Vollverpflegung, Fahrten und Aktivitäten vor Ort, jedoch nicht das Taschengeld.
Kostenübersicht:
Jahrgang Schuljahr 09/10 Schuljahr 10/11 Schuljahr 11/12
5/6 145 Euro 151 Euro 157 Euro
7/8 166 Euro 173 Euro 180 Euro
9/10 229 Euro 238 Euro 247 Euro

 

4.4  Erkundungen und Besichtigungen im Rahmen des Wirtschaftslehre-, Biologie- und Kunstunterrichtes, gemeinsames Frühstück  zu besonderen Anlässen in den Klassen und unter dem Aspekt der Gesundheitserziehung, Theaterbesuche im Rahmen der Deutsch-, Kunst- und Kulturerziehung, ökumenische, jahreszeitlich abgestimmte Feierstunden, Präsentationen nach Objektdurchführungen im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ und Sportaktionstage prägen das Bild des Schullebens.

4.11 - 4.14 Streitschlichtungsteam und Schulordnung helfen, das Schulklima zu stabilisieren. Betriebspraktika und Erste-Hilfe-Kurse unterstützen die Berufs- und Lebensfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ab dem 9. Jahrgang.

4.15 Stand der Enwicklungsziele zum Schulleben
angestrebte Elemente bisherige Realisation
Klassenprojektwoche in zweijährigem Turnus in der gesamten Schule
Jungen-/Mädchenprojekt Teilnahme am Girls-Day, Selbstbehauptungstraining
Klassenstufenfeiern
Schülerzeitung Entwicklung aus dem ITG-Unterricht als AG
Pausenverkauf Kiosk auf dem Schulhof
intensivere und transparentere SV-Arbeit gewährleistet
intensivere Elternarbeit Steigerung nicht weiter möglich, regelmäßige Schulpflegschaftssitzungen, sehr gute Elternvertetung nach außen
besserer Informationsfluss zwischen den Mitwirkungsorganen über Anwesenheit der Schulleitung und Internetseite verbessert
Patenschaften Klassen 9 für Entlassschüler vorhanden, Klasse 6 für neue 5. Klassen ausbaufähig
Zivildienstleistende und Sozialarbeiter immer noch keine Unterstützung durch den Schulträger, bzw. Stellenvorgaben 
Friedensprojekte kontinuierliche Teilnahme am Aachener Friedenslauf mit sehr großem Erfolg vorhanden

5. Öffentlichkeitsarbeit

5.1 Tag der offenen Tür

Interessenten, vornehmlich Grundschülern und ihren Erziehungsberechtigten wird an einem Tag jeweils zum Ende des Schulhalbjahres die Möglichkeit geboten, sich durch Teilnahme an Unterrichtsstunden oder Besuch der Projektpräsentationen in einem Rundgang durch das Gebäude und in Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern, Elternvertretern und der Schulleitung über die Schule zu informieren.

5.2 Sommerfest

Zweijährig stattfindende Sommerfeste werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam geplant und durchgeführt. Sie dienen der Belebung des Schulalltags, bestärken das Gefühl des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, öffnen Schule nach außen, machen Schulleben transparenter (Nachbarschaftspflege, Kontakte zu anderen außerschulischen Bereichen).

5.3- 5.6 Durch Kontakte zu Berufskollegs, zum Arbeitsamt (spez. BIZ), zu Ausbildungsbetrieben, durch Bewerbungstrainings bei Sparkasse, Krankenkassen oder namhaften Unternehmen der freien Wirtschaft wird die Berufsorientierungs- und -findungsphase der Schüler ab dem 9. Jahrgang maßgeblich begleitet und unterstützt.

5.7- 5.8 Durch Kontakte zu anderen Schulen (z.B. Vergleichsarbeiten, Absprachen und Abstimmungen in Verfahrensfragen die BUS-Klassen betreffend, Ab- und Angleichungsdiskussionen auf Schulleitungstagungen aller städt. Hauptschulen usw.) und durch Kooperation mit den abgebenden Grundschulen (vornehmlich vor dem Schulwechsel bzw. bei Erprobungsstufenkonferenzen) wird Schularbeit gestützt und transparenter gemacht.

5.9- 5.10 Die Schule pflegt gute Kontakte zu Sportvereinen (ortsansässige aber auch stadtweite) und zu Organisationen wie Motivia, InVia usw. Ausbau und Pflege von Kontakten


6.    Organisation

6.1 Jahresplanung

Die Festlegung aller schulspezifischen Termine im Rahmen einer Jahresplanung erfolgt zu Beginn eines Schuljahres
Ziel:
Die Grobplanung sollte schon zum Schuljahresende für das nächste Jahr erfolgen (ab 2004 umgesetzt, die ausgearbeitete Jahresplanung liegt in der letzten Ferienwoche vor.)

6.2 Stundenplanung

Der Stundenplan wird durch den Konrektor und den Koordinator (Regel-/Montessorizweig) in Absprache mit dem Schulleiter erstellt und erfolgt  vor Schuljahresbeginn.
Ziel:
eine den Ansprüchen (von Schülern, Eltern, Lehrern, Vorgaben) entsprechende Unterrichtsversorgung durch:
a) Vorgaben nach der Stellendatei (LID)
b) Befragung der Lehrer (Wunschzettel)
c) Entscheidungshilfen der Fach-/Bereichskonferenzen.

6.3 Vertretungspläne
Ziel:
Durch gezieltes Management für Vertretungsunterricht (bereitstehende Lehrer und Arbeitsmaterial für Vertretungsunterricht/rechtzeitiges Erstellen und Bekanntmachen von Vertretungsplänen z.B. bei langfristig feststehendem Unterrichtsausfall) wird Vertretungsunterricht für Schüler und Lehrer effektiver und die Ruhe im Schulgebäude gewahrt.

6.4 Raumverteilungspläne

Zu Beginn des Schuljahres liegen die Raumverteilungspläne für den Jahrgangsstufen- und Differenzierungsunterricht vor, die den reibungslosen Ablauf sicherstellen.
Ziel:
Konzepte zur Verbesserung der derzeit „engen“ Raumsituation wurden und werden weiterhin in Arbeits- und Verwaltungsgremien erarbeitet und mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung an die entsprechenden Stellen bei Schulträger und Politik gereicht.
Außerdem sollte mit dem Schulträger bei Renovierung die Umsetzung ökologischer Zielvorgaben festgesetzt werden (Energienutzung, Baustoffe, Farben usw.), da die Schule auch Vorbildcharakter hat.

6.5 Aktualisierung aller Medien
 
Ziel bisherige Realisation
Anschaffung zusätzlicher Videoanlagen (z.B. für Physik-,  Technik-, Chemieraum) zwecks besserer Nutzung von TV-Sendungen zu neuen Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik. in Physik und Aula bereits installiert
Anschaffung von Computern mit Lexikon-Ausstattung für Naturwissenschafts- und Arbeitslehrebereich eingerichtet
Schaffung von Internet-Zugängen bei der derzeitigen Vernetzungsinstallation von Verwaltungs-PC´s (Schulleitung, Sekretariat, Lehrerzimmer) eingerichtet
Überprüfung und Aktualisierung aller weiterer Medien wie: Filmprojektoren (16mm und Super 8), Kassetten-/CD-Player für Klassen bzw. Lern- und Fachbereiche, Tageslichtprojektoren für jeweils zwei Klassen bzw. Lerngruppen und für alle Fachbereiche usw. Filmprojektoren nicht mehr aktuell, durch Videoanlagen und Beamerprojektoren ersetzt, Tageslichtprojektoren werden nach und nach ergänzt.

6.6 Vorbereitung von Projekten

Die Planung von Projekttagen/-wochen beginnt rechtzeitig, so dass genügend Zeit zur Vorbereitung bleibt. Sie umfasst
- Zeitabläufe
- Pausen, -aufsichten
- Finanzen
- Darstellung
- Gruppenbildung

6.7 Zusammenarbeit mit dem Förderverein

Der Förderverein als Bindeglied zwischen Schülern, ehemaligen Schülern, Lehrern, Eltern, anderen Vereinen und Betrieben, Organisationen unterstützt die Bildungsziele der Schule durch Bereitstellung finanzieller Mittel und Sachwerte zur Unterrichts-, Pausen- und Freizeitgestaltung.
Ziel:
Er sollte auch Öffentlichkeitsarbeit leisten und Sponsoren für bestimmte Projekte werben.

6.8 Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes

Ziel:
Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes (Gestaltung und Beschaffenheit des Gebäudes, der Räume, des Schulhofes) sollen in kleinen Schritten entwickelt, durchgesetzt und durchgeführt werden und das Schulimage durch gezieltere Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden und mehr Medienpräsenz erlangen.
 

7. Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer

Welchen Stellenwert haben Fortbildungen an der GHS Eilendorf?
An der GHS Eilendorf werden Fortbildungsmaßnahmen als eine willkommene Bereicherung für einen zeitgemäßen Unterricht und als ein wichtiger Teil der Schulentwicklung angesehen. Die Bereitschaft zur Teilnahme daran basiert überwiegend auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, vertrauend auf das professionelle Selbstverständnis eines jeden Mitglieds des Kollegiums.

Wozu sind Fortbildungen nötig?
Sich selbst und seine Professionalität weiterzuentwickeln dient zunächst dazu, fachlich-didaktische Kompetenzen der Lehrenden in den einzelnen Unterrichtsfächern zu vertiefen. Über die Belange der einzelnen Fächer hinaus gilt es, pädagogische Kompetenzen der Kollegiumsmitglieder zu fördern, sie beispielsweise in ihrer Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft weiterzubringen, um sich gemeinsam mit allen am Schulleben beteiligten Personen über die Gestaltung der Schule, ihre Ziele, Aufgaben und Möglichkeiten zu verständigen. Auch sind Fortbildungen in Bereichen notwendig, welche die Sicherheit des täglichen Schullebens garantieren und auf dem aktuellen Stand halten.

Wie können Kolleginnen und Kollegen an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen?
Schulleiter, Fachvorsitzende, einschlägige Fachzeitungen usw. machen innerhalb des Kollegiums auf unterschiedliche Fortbildungsangebote der verschiedenen Anbieter (z.B. Schulamt, freie Träger, Verbände) aufmerksam. Darüber hinaus sind Fortbildungsangebote in einem dafür eigens hergerichteten Ordner im Lehrerzimmer einsehbar. Die Teilnahme daran muss mit der Schulleitung abgesprochen und beantragt werden. Prinzipiell wird jede für die GHS Eilendorf sinnvolle Fortbildung von der Schulleitung gefördert, aber gleichzeitig dafür Sorge getragen, dass der tägliche Unterricht nicht über Gebühr belastet wird.

Können Fortbildungen aufgrund von Unterrichtsausfall noch besucht werden?
Nach aktueller Vorgabe der Landesregierung soll zukünftig Unterrichtausfall durch Fortbildungen während der Unterrichtszeit noch stärker vermieden werden. Deshalb müssen Schulen, deren Lehrpersonen während der Unterrichtszeit wichtige Fortbildungsmaßnahmen besuchen, ein individuelles Konzept zur Vermeidung von Unterrichtausfall (z.B. zeitliche Verlegung des Unterrichts in vollem Umfang, fachlich vollwertige Vertretungen, Wochenplanarbeit) vorlegen. Ansonsten gilt, dass Fortbildungen nach Möglichkeit außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden.

Wie werden Ergebnisse von Fortbildungen transparent gemacht?
Nimmt eine Lehrerin oder ein Lehrer an einer Fortbildungsveranstaltung teil, so wird von diesen Kollegen erwartet, dass sie als Multiplikatoren in den Fachkonferenzen oder im Gesamtkollegium über die Fortbildungslehrgänge informieren. Bestimmte aus Fortbildungen resultierende Veränderungsprozesse müssen für alle am Schulleben Beteiligten transparent sein und werden der Elternschaft (z.B. per Rundschreiben) und in geeigneter Form auch der Schülerschaft vorgestellt.
 

Fortbildungsmaßnahmen des Kollegiums der GHS Eilendorf in den letzten zwei Jahren und deren weitere Planung
Das folgende Schaubild gibt einen Überblick über die verschiedenen Fortbildungslehrgänge, an denen die Lehrerinnen und Lehrer der GHS Eilendorf in den letzten zwei Jahren teilgenommen haben und die weiter fortgeschrieben werden:
 
Fortbildung
fachgebundene Fortbildungen
kollegiumsinterne Fortbildungen
schulnotwendige Fortbildungen
 
Teile des Kollegiums
Gesamtkollegium
 
  • Deutsch
    • Rechtschreibförderung (LRS)
    • Diagnostik (HSP)
  • Englisch 
    • Englisch in der Primarstufe
    • Fachdidaktik der Hauptschule
  • Geschichte/Politik
    • Schmuggel im Dreiländereck
    • Das Europäische Parlament
  • Informatik
    • Intel Fortbildung
  • Religionslehre und ihre Didaktik
    • Materialien und Methoden
  • Sport
    • Schwimmen/Rettungsschein
    • Eislaufschein
    • Fußball
    • Reiten
  • Technik
    • Holzbearbeitungsmaschinen
    • Mofakurs
  • Offene Unterrichtsformen
    • Montessori
    • Werkstatt
  • Methodentraining
  • Suchtprävention
  • Gewaltprävention
  • Lehrergesundheit
  • Bildungsmessen
  • Regelwerk 
  • Aufmerksamkeits-Defizit -Syndrom (ADS)
  • Trainingsraum-Methode
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Brandschutz
  • Umgang mit Gefahrstoffen
  • Erstellung einer Homepage
  • Ausbildung zum Beratungslehrer

8. Zusammenfasssung der Entwicklungsziele der GHS Eilendorf

Bereich GU
In der aktuellen Situation (7 Förderschüler/innen in 5 Jahrgängen) soll die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Förderschullehrerin und GU- Schülern durch geeignete Organisationsmaßnahmen verbessert werden.

Minimalpläne der Fachkonferenzen
Auf ihrer Basis sollen regelmäßige klassen- oder schulübergreifende inhaltlich  vergleichbare Lernzielkontrollen durchgeführt werden.

Deutsch
Verbesserung der Grundlagen in Deutsch (schriftlich und mündlich) durch intensive  Förderung in den Bereichen Lesen, LRS, Sprache. Anschaffung und Sichtung von  speziellem Fördermaterial. Individuelle Entwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit der einzelnen  Lehrkräfte durch Teamarbeit und innerschulische Kooperation z.B. durch gemeinsame  Unterrichtsvorbereitung und –Reflexion bei parallelen Kursen.

Mathematik
Individuelle Entwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit der einzelnen  Lehrkräfte durch Teamarbeit und innerschulische Kooperation z.B. durch gemeinsame  Unterrichtsvorbereitung und –Reflexion bei parallelen Kursen.

Englisch
Anpassung und Weiterentwicklung der Evaluation durch Weitergabe der bisher  erstellten Parallelarbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren an die nachrückenden  Klassen

Kollegiale Beratung
Mehr Unterstützung von außen z.B. durch Sozialarbeiter, Fortbildungen,  Supervisionsteam etc. wird angestrebt

Externe Kontakte
Kontakte zu berufsbildenden Schulen, Grundschulen im Bezirk,  Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe Eilendorf, Parteivorsitzenden, KOT,  Kirche, Freiwillige Feuerwehr und St. Georgs-Pfadfindern sollen ausgebaut werden

Vertretungspläne
Durch gezieltes Management für Vertretungsunterricht wird dieser für Schüler und Lehrer effektiver und die Ruhe im Schulgebäude gewahrt.

Raumpläne und – Situation
Konzepte zur Verbesserung der engen Raumsituation wurden und werden weiterhin  erarbeitet und an den entsprechenden Stellen bei Schulträger und Politik eingereicht. Da die Schule auch Vorbildcharakter hat soll mit dem Schulträger die Umsetzung  ökologischer Zielvorgaben bei Renovierungen festgesetzt werden.

Medien
Alle Medien sollen aktualisiert werden z.B. Anschaffung zusätzlicher Videoanlagen  zwecks besserer Nutzung von TV- Sendungen zu den neuen Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik.

Verbesserung des Schulbildes
Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes sollen in kleinen Schritten entwickelt, durchgesetzt und durchgeführt werden. Das Schulimage soll auch durch   gezieltere Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden und mehr Medienpräsenz erlangen.
 
 

9. Montessori-Zweig der Schule
- Montessori-Pädagogik in der Hauptschule -
 
Präambel

Die Arbeit im Montessori-Zweig basiert auf der Anthropologie und dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori. Dieses beruht auf einer bestimmten Einstellung zum Kind. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Tätigkeit stehen das individuelle Lernen und die soziale Entwicklung des Kindes.

„Hilf mir, es selbst zu tun“, sagte einmal ein Kind zu Maria Montessori und hat damit die Kurzformel für die Montessori-Pädagogik geprägt.

Kinder zur Selbstständigkeit und zur Verantwortung sichund ihrer Umwelt gegenüber zu erziehen, ist das erklärte Ziel unseres Zweigs und heute aktueller denn je. Junge Menschen müssen das Lernen gelernt haben, um sich den Anforderungen der heutigen Welt und des Berufslebens erfolgreich und selbstbestimmt stellen zu können.

Wir Montessori-Lehrerinnen und -Lehrer wollen die Kinder auf diesem Weg begleiten, ihr Selbstvertrauen stärken und ihnen den eigenen Weg ermöglichen. 

Die Montessori-Pädagogik wird in einer speziellen Zusatzausbildung vermittelt.

.
1. Einrichtung des Klassenraums als vorbereitete Umgebung

Der Klassenraum wird gezielt nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltet und mit schülerbezogenen Lernmaterialien ausgestattet.
Durch die vorbereitete Umgebung werden die jungen Menschen zu selbstgesteuerten Handlungen angeregt. Die vielfältigen Arbeitsmittel sind Erfahrungsmaterial für die Schüler, das ihnen jederzeit zugänglich ist.
Das Lernen vollzieht sich in einer Umgebung, in der die Schülerinnen und Schüler partnerschaftlich zusammenarbeiten und zunehmend Verantwortung für die Gemeinschaft und Lernumwelt übernehmen.

Zur Ausstattung der Montessori-Klassen gehören:

  • Montessori-Material, Lernkarteien, verschiedene Arbeitsmaterialien
  • inhaltlich geordnete Materialbereiche
  • Klassenbibliothek
  • Computer und entsprechende Programme
  • ausreichend Freiflächen für Material- und Kreisarbeit
  • Bewegungsfreiheit durch Einzeltische, die nach pädagogischen Aspekten geordnet sind
  • Ordnungssystem, das für Schüler einhaltbar ist (Fertigschale und Nichtfertigschale, Jahresordner, akustisches Signal wie Triangel, Klangstab, Glocke)
  • Verbrauchsmaterial wie Hefte, Stifte, Papier, Klebstoff, Scheren
  • Eigentumsbereiche für die Schüler und Schülerinnen
  • Nebenraum für montessorispezifische Methoden.
Der Montessori-Zweig verfügt über einen Raum für den Gemeinsamen Unterricht (GU).
 

2. Montessori-Material als Arbeitsgrundlage

Die Montessori-Pädagogik erfordert die Herstellung und Bereitstellung von vielfältigem Material, das auf den Lernstand des Einzelnen und der Klasse abgestimmt ist. Die Materialien initiieren gezielt Lernprozesse, steuern sie und motivieren Schülerinnen und Schüler, sich selbstständig weitere Inhalte zu erschließen, wozu Logistik und Material zur Verfügung gestellt wird. Selbst hergestelltes und erworbenes Material muss den Montessori-Prinzipien entsprechen, vollständig und gebrauchsfähig sein.
 

3. Die Freie Wahl der Arbeit

Die Freie Wahl der Arbeit (FWA) ist ein elementares Fundament der Montessori-Pädagogik. Daher ist sie unser wichtigster Arbeitsbereich mit neun bzw. zehn Unterrichtsstunden pro Woche. Sie findet täglich in der ersten und zweiten Unterrichtsstunde statt.

Ab 7:55 Uhr ist gleitender Unterrichtsbeginn. Bis spätestens 8:05 Uhr müssen alle Schüler und Schülerinnen anwesend sein und ihre Arbeitsplätze vorbereiten, so dass sie ihre Arbeiten um 8:10 Uhr beginnen können. In dieser Zeit sind besonders individuelle Hilfen, Absprachen und Gespräche möglich.
Dieser gleitende Einstieg führt zu einem entspannten Unterrichtsbeginn, einem guten Arbeitsklima und zu einer intensiven Schülerarbeit.

In der FWA-Zeit bearbeiten die Schüler und Schülerinnen Pflichtaufgaben, die aus dem Fachunterricht hervorgehen, Wahlaufgaben und völlig freie Arbeiten. Sie üben, wiederholen und vertiefen den Unterrichtsstoff oder bearbeiten eigenständig -möglichst fächerübergreifend - vorgegebene oder selbstinitiierte Themen, die sie anschließend der Klasse präsentieren. Darüber hinaus gehören auch Einführungs- und Erarbeitungsphasen in diesen Unterrichtsbereich.

Die Kernfächer der FWA sind Deutsch, Mathematik, Englisch, Kunst, Biologie, Erdkunde, Geschichte/Politik und Soziales Lernen. Ihre Anteile richten sich nach der Jahrgangsstufe und der fachlichen Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer. 

Die Schüler und Schülerinnen arbeiten mit dem vorhandenen Material alleine, mit einem Partner oder in Gruppen und erledigen ihre Arbeiten in ihrem individuellen Lerntempo. Als Orientierungshilfe dienen ihnen Arbeitspläne.

Die Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken und Arbeitsmethoden nehmen ebenso wie die Förderung des sozialen Lernens eine zentrale Stellung ein. 

Sobald wie möglich treten verstärkt Projekte hinzu, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und schließlich zu umfangreicheren Arbeiten führen (Referaten mit bildlicher Präsentation, Facharbeiten, Projektmappen). Diese Projektarbeiten, die auch als Partner- und Gruppenarbeiten durchgeführt werden, ermöglichen den Schülern und Schülerinnen ein hohes Maß an selbstreguliertem Handeln, Organisieren und Lernen.

Zu allen in den FWA-Zeiten angefertigten Arbeiten erhalten die Schüler und Schülerinnen eine unmittelbare Rückmeldung über ihre erbrachten Leistungen sowie individuelle Hilfen.

Die Vielseitigkeit der Schülerarbeiten in der FWA-Zeit erfordert klar definierte Grenzen und die Einhaltung besonderer Regeln und Absprachen, die thematisiert und eingeübt werden und für Schüler und Schülerinnen, aber auch für Lehrer und Lehrerinnen, gelten.
 

4. Der Fachunterricht

An die täglichen FWA-Stunden schließt sich der Fachunterricht an. Er vermittelt grundlegende Kenntnisse in den verschiedenen Fächern; er ergänzt und erweitert die FWA-Inhalte. Der Fachunterricht beinhaltet neue Lernsituationen und –räume. Er kann inhaltlich mit der FWA verzahnt sein.
 

5. Methoden

Um Lernprozesse zu initiieren und selbstständiges, eigenmotiviertes Lernen innerhalb der FWA und des Fachunterrichtes zu ermöglichen, bedarf es einer Methodenvielfalt, die systematisch und aufeinander aufbauend die Lern- und Sozialkompetenzen der Schüler fördern.

Zentrale Elemente sind:

  • starke Binnendifferenzierung aufgrund der Arbeitsmaterialien
  • Einzelarbeit
  • Partnerarbeit
  • Gruppenarbeit
  • Präsentation von Arbeitsergebnissen
  • Helfersystem
  • Kooperatives Lernen
  • Projektarbeit


6. Schule als Ort gemeinschaftlichen Lebens

Um Kinder im Sinne der Montessori-Pädagogik zur Selbstständigkeit und Verantwortung sich und ihrer Umwelt gegenüber zu führen, bedarf es einer Schule, die gemeinschaftliches Leben ermöglicht und in der Strukturen und Regeln erlernt werden können.

Dies geschieht durch

  • Rituale (Einsatz akustischer/visueller Signale, Gesprächskreis, ...)
  • Klassendienste (Austeildienst, Spüldienst, Kehrdienst, ...)
  • Klassenfeiern
  • Sozialtraining
  • interkulturelles Training
  • Tag der offenen Tür
  • Klassenfahrten
  • Zusammenarbeit mit der Grundschule


7. Einbeziehung außerschulischer Lernorte und Lernangebote

Die Montessori-Pädagogik legt Wert auf die Erfahrungsschule des täglichen Lebens, die ganzheitliches Lernen ermöglicht. Kriterien für die pädagogische Auswahl sind der Entwicklungsstand und die Erfordernisse der einzelnen Klassenstufen und die klassen-spezifischen Bedürfnisse. Hierfür werden gezielt unterschiedliche Lernangebote im soziokulturellen, gesundheitsfördernden und berufsbildenden Bereich genutzt.

Zu den außerschulischen Lernorten und Lernangeboten gehören:

  • Aids-Hilfe
  • Bewerbungstraining einer Krankenkasse
  • BIZ (Berufs-Informations-Zentrum)
  • Computerzentrum der Sparkasse
  • Donum Vitae (Schwangerenberatung)
  • Eissporthalle
  • Exkursionen des Ökologie-Zentrum
  • IN VIA (Kath. Mädchensozialarbeit e.V.)
  • JVA (Justizvollzugsanstalt)
  • Kletterhalle
  • Ludwig-Forum für Intern. Kunst
  • Pro Familia
  • Stadtbibliothek
  • Theater
  • Umweltbus
  • ZAB (Zukunft, Ausbildung, Berufswahl. Messe in AC)


8. Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund

Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund erfahren im Montessori-Zweig durch die vielfältigen Methoden - besonders in den FWA-Zeiten - und das Leben in einer sozialen Gemeinschaft regelmäßig positive Sprachvorbilder. Die Hinführung zur Selbstorganisation von Lernprozessen eröffnet den Jugendlichen die Möglichkeit, die Entwicklung ihrer deutschen Sprachkompetenz eigenständig zu überwachen, gegebenenfalls zu korrigieren und bewerten.
 

9. Gemeinsamer Unterricht (GU)

In einigen Klassen werden in begrenzter Anzahl Schüler und Schülerinnen unterrichtet, die mit individueller Unterstützung durch eine Förderschullehrerin voraussichtlich den Hauptschulabschluss mit zielgleicher Förderung erwerben können.
Die Förderung dieser GU-Schüler erfolgt in FWA- und Fachunterrichtsstunden.
 

10.  Die Montessori-Lehrerinnen und -Lehrer

Wir Montessori-Lehrer und -Lehrerinnen begleiten den Lern- und Entwicklungsprozess eines jeden Kindes fortlaufend, indem wir ihm als Berater mit Fachkompetenz zur Seite stehen. Die große Stundenzahl, die wir mit den Schülern und Schülerinnen in der FWA-Zeit und zusätzlich im Fachunterricht verbringen, ist Grundlage für eine gute und engagierte Beziehung zu den jungen Menschen.
Voraussetzung für die Arbeit im Montessori-Zweig ist eine entsprechende Ausbildung oder langjährige Erfahrung und Bereitschaft zur Fortbildung.
 
 

11. Individuelle Leistungsbeurteilung und Beratung im Lernprozess

Im 5. und in der ersten Hälfte des 6. Schuljahres erhalten die Schüler und Schülerinnen einen für sie nachvollziehbaren Bericht zu ihrem Lern- und Leistungsstand, der besonders ihr Arbeits- und Sozialverhalten, ihre Leistungen in der FWA und den Umgang mit Arbeits-techniken beschreibt. Das reguläre Zeugnis kann mit den Eltern in einem ausführlichen Gespräch besprochen werden und verbleibt aus pädagogischen Gründen in der Schule. Ab der zweiten Hälfte des 6. Schuljahres erhalten unsere Schülerinnen und Schüler ein reguläres Zeugnis mit einer Bewertung zur Arbeit in der FWA.

Die jungen Menschen werden mit zunehmendem Alter kontinuierlich in die Reflexion ihres Lern- und Entwicklungsprozesses eingebunden, so dass sie fortlaufend mehr Verantwortung für ihre individuellen Lernfortschritte übernehmen und zu einer guten Selbsteinschätzung fähig sind. Zu ausführlichen Gesprächen werden sie allein oder mit ihren Eltern eingeladen.
 

12.  Elternarbeit

Die Verwirklichung der pädagogischen Zielsetzung gelingt nur, wenn Schule und Elternhaus eng zusammenarbeiten. Daher haben wir regelmäßig monatliche Sprechzeiten, zu denen wir Eltern mit oder ohne ihrem Kind einladen, um mit ihnen die Entwicklung des Schülers/der Schülerin zu besprechen.
Darüber hinaus erhalten die Eltern Gelegenheit, nach Absprache mit der Klassenlehrerin zu hospitieren und sich über das Montessori-Konzept, die Anthropologie, das Material und die Methodik zu informieren. 
 

13. Elternkonto

Im Montessori-Zweig wird fast das gesamte Material zentral beschafft. Dies hat den Vorteil, dass für die Schüler und Schülerinnen die Arbeitsmaterialien bereitstehen und sich gut ausgestattete Lernräume ergeben.
Dadurch entstehen monatliche Kosten in Höhe von 6,00 €, die von den Eltern per Dauerauftrag auf ein bestimmtes Konto der Schule überwiesen werden.

Stand: März 2009