Die gesellschaftlichen Veränderungen haben einen Wandel in der Arbeit an der Hauptschule herbeigeführt. Hauptschule ist zunehmend ein Ort der Bildung für Schüler mit sehr unterschiedlichen Lern- und Sozialvoraussetzungen geworden.
Diese jungen Menschen sollen zu einer Lerngemeinschaft zusammengeführt, im Lernprozess maßgeblich unterstützt werden und durch Schaffung günstiger Bedingungen gezielt Zuwendung und Förderung erhalten.
1. Übersicht Unterrichtsformen an der GHS Eilendorf
2.
Unterrichtsprinzipien
2.1
- Lehrerteams
2.2
-
Gezielte Förderung
2.3
- Montessori-Pädagogik
2.4
- Gemeinsamer Unterricht (GU)
2.5
- Handlungsorientierung
2.6
- Differenzierung
2.7
- Arbeitsgemeinschaften
2.8
- Projektunterricht
2.9
- Schulinterne Lehrpläne
2.10 -
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Hauptfachbereichen
Deutsch,
Mathematik und Englisch
2.11 -
Gemeinsame Leistungskontrolle
2.12 -
Konzepte für Arbeit in Erprobungsstufe, Montessoriklassen, Endklassen
2.13 -
Berufsorientierung
2.14 -
Vermittlung
von Basisqualifikationen
3.
Erziehung und Beratung
3.1
- Sozialisierung: Einüben sozialer Spielregeln, häusliche Defizite
ausgleichen, multikulturelle Konflikte auffangen
3.2
- Identifikationsmöglichkeiten bieten: Förderung, Silentium,
Mädchen AG, sanfter Einstieg für die 5. Schuljahre
3.3
- Streitschlichtung
3.x -
Neufassung Beratungskonzept
3.4
- Elternberatung
3.5
- kollegiale Beratung
3.6
- Trainingsraumprogramm
4.
Schulleben
4.1
- Klassen- und Schulfeiern
4.2
- Klassentage, Klassenfahrten und Ausflüge
4.4
- Erkundungen und Besichtigungen
4.6
- gemeinsames Frühstück
4.7
- Theaterbesuche
4.8
- ökumenische, jahreszeitlich abgestimmte Feierstunden
4.9
- Präsentationen
4.10 - Sportaktionstage
4.11 - Schulordnung
4.12 - Streitschlichtung
4.13 - Betriebspraktika
4.14 - Erste-Hilfe-Kurse
4.15 - Entwicklungsziele
zum Schulleben
5.
Öffentlichkeitsarbeit
5.1 -
Tag der offenen Tür
5.2 -
Sommerfest
5.3 -
Kontakt zu Berufskollegs
5.4 -
Kontakt zum Arbeitsamt (BIZ usw.)
5.5 -
Kontakt zu Ausbildungsbetrieben
5.6 -
Bewerbungstraining
5.7 -
Kontakt zu anderen Schulen
5.8 -
Kooperation bei Orientierungsstufen, Konferenzen
5.9 -
Kontakte zu Sportvereinen
5.10 - Kontakte zu
weiteren pädagogischen Organisationen
6.
Organisation
6.1 -
Jahresplanung
6.2 -
Stundenplan, adäquate Unterrichtsversorgung
6.3 -
gezieltes Management für Vertretungsunterricht
6.4 -
Konzepte für Verbesserungen der Raumsituation
6.5 -
Aktualisierung aller Medien
6.6 -
Vorbereitung von Projekten
6.7 -
Zusammenarbeit mit dem Förderverein
6.8 -
Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes
7. kollegiale Fortbildung als Aspekt von Qualitätsentwicklung
8. Zusammenfassung der Entwicklungsziele der GHS Eilendorf
1. Übersicht Unterrichtsformen
Geschlossene Unterrichtsform
Lehrerorientierter, vermittelnder
Unterricht
Der lehrerorientierte, vermittelnde
Unterricht wird auch in Zukunft in unserer Schule seinen Platz behalten.
Gerade unsere Schüler legen Wert auf den Aufbau personaler Beziehungen.
Ein Unterricht, der vom Lehrer ausgeht und vom Lehrer kontrolliert wird,
sichert eine Gleichmäßigkeit in der Wissensvermittlung und trägt
dazu bei, das unterschiedliche Lerntempo der Schüler einer Klasse
anzugleichen. Sehr wohl haben wir die Notwendigkeit zu einer ausgewogenen
Berücksichtigung aller Komponenten für eine optimale Unterrichtsgestaltung
erkannt.
Offene Unterrichtsformen
In der Schule ereignen sich Bildungsprozesse, die vielschichtig alle Ebenen des Individuums ansprechen. Die Schule muss variabel und differenziert reagieren. Darüber hinaus lässt die Informationsflut unserer Mediengesellschaft nicht zu, dass Unterricht ausschließlich vorlesungsmethodisch organisiert ist. Das bedeutet: Durch Unterricht muss der Lehrer den Lernprozess für alle angemessen gestalten und soziale Kompetenz über produktive Kommunikationsformen herstellen.
Wochenplan
Die Wochenplanarbeit basiert auf dem lehrerorientierten, vermittelnden Unterricht und legt den Rahmen fest, in dem sich Schülerinnen und Schüler individuell und frei bewegen können. Sie bildet die Brücke zu Freier Arbeit und Werkstattunterricht. Im 5. Schuljahr greifen wir Schülererfahrungen aus der Grundschule auf und nutzen sie für das individuelle Lernen nach Lehrervorgaben.
Freie Arbeit
Die Grundidee der Freiarbeit ist in der Pädagogik Maria Montessoris verankert und meint selbstbestimmtes Lernen des Kindes oder des Jugendlichen an einer von ihm gewählten Sache nach seinem Anspruchsvermögen und Arbeitstempo. Freiarbeit ist ein sinnvolles Üben, das auf Selbstständigkeit gegründet ist.
Für die Freiarbeit benötigen die Kinder eine vorbereitete Umgebung. Dazu gehört ausreichendes Übungsmaterial, das zum großen Teil vom Lehrer selbst entwickelt und hergestellt wird. Es sollte in Farbe, Form und Aufbau so abwechslungsreich gestaltet sein, dass es möglichst großen Aufforderungscharakter hat und alle Sinne (Sehen, Hören, Schmecken, Fühlen, Riechen) anspricht. Außerdem enthält das Material die Lösungen der Aufgaben, sodass der Schüler seinen Erfolg selbst kontrollieren kann.
Um frei arbeiten zu können, bedarf es gewisser Regeln, die mit der Klasse vereinbart werden:
° bei eigenen Arbeitsmitteln
und dem angebotenen Übungsmaterial
Ordnung halten,
° selbstständiges
Arbeiten am ausgewählten Material (bei Problemen
kann die Hilfe
von Mitschülern oder vom Lehrer in Anspruch genommen
werden),
° rücksichtsvolles
Verhalten gegenüber den Mitschülern (Flüsterton und
leises Bewegen im
Raum)
Das Material bietet verschiedene
Schwierigkeitsgrade an, sodass jeder Schüler nach seinen Kenntnissen
und Fähigkeiten auswählen kann. Die Schüler bestimmen ihr
Arbeitstempo selbst und führen jede begonnene Arbeit zu Ende. Sie
bilden durch interessenbestimmtes Lernen, bei dem sie individuell bestimmte
Ziele in ihrem eigenen Lerntempo erreichen können, ihre Persönlichkeit
aus.
Wahlpflichtunterricht (WPU)
Der WPU findet ab dem 8. Jahrgang statt. Er ist themenmäßig für ein Schulhalbjahr konzipiert. Die Schüler ab Jahrgang 9 wählen aus den Bereichen Naturwissenschaften (z.B. Informationstechnologische Grundbildung ItG, Chemie, Biologie) oder Arbeitslehre (z.B. Technisches Werken, Hauswirtschaft) angebotene Themen aus. Nach dem Halbjahr wechselt der Bereich. Die dort erbrachte Leistung fließt versetzungswirksam in die Zeugnisnoten ein.
Projektunterricht
Projekte werden regelmäßig
– ggf. einmal jährlich – wahlweise klassenintern oder klassenübergreifend
als Projekttage oder Projektwoche durchgeführt. Themenstellung, inhaltliche
Gestaltung und methodische Vorgehensweise werden von Lehrerinnen und Lehrern
sowie Schülerinnen und Schülern gemeinsam bestimmt. Projekte
erweitern u.a. die Kompetenz selbstständiger Tätigkeit.
2.11 Lehrerteams
In allen Jahrgangsstufen arbeiten Lehrerteams eng zusammen. Im Regelzweig und im Montessorizweig begleiten diese Lehrerteams nach Möglichkeit die Schüler vom 5. Schuljahr bis zur Entlassung. So wird ein kontinuierliches Arbeiten möglich. Regelmäßige Teambesprechungen fördern die Arbeit und das Schulklima.
2.12 Klassenlehrerin bzw. Klassenlehrer
Erziehung wird entscheidend
im Unterricht verwirklicht. Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang
ist die Funktion des Klassenlehrers, der Klassenlehrerin. Er/sie ist die
erste und wichtigste Ansprechpartner/in für Eltern und Schüler
in allen Belangen, die sich aus den Schulbesuch des Kindes ergeben. Er/sie
eröffnet je nach Bedarf weitere Wege: zu Fachkollegen, zur Schulleitung,
zu Einrichtungen der Erziehungsberatung, zu anderen weiterführenden
Schulen, zur Berufsberatung, usw.
Er/sie unterrichtet in ihrer
Klasse möglichst viele Fächer und Stunden, bis etwa hin zur halben
Wochstundenzahl. In der Regel vertritt sie mindestens ein Hauptfach. Sofern
es die Personalsituation erlaubt, werden den Anfangsklassen ein Lehrer
und eine Lehrerin zugeordnet, um eine noch vertraulichere Ansprechmöglichkeit
für die Kinder zu bieten.
Er/Sie begleitet die Stammklasse
meist vom 5. Jahrgang bis zur Entlassung. Mitunter ergibt sich die Notwendigkeit
einer Klassenteilung, wenn zu viele Schulformwechsler aus anderen Schulformen
standortbedingt aufgenommen werden (müssen).
2.21 Silentium
Mit finanzieller Unterstützung
der Stadt Aachen und des Landes Nordrhein-Westfalens bietet die Schule
an vier Tagen in der Woche für Schülerinnen und Schüler
des 5./6. Schuljahres direkt im Anschluss an den Unterricht eine Hausaufgabenbetreuung
von der Dauer einer Schulstunde an. Die Gruppengröße beträgt
12-15 Schülerinnen und Schüler, die Auswahl wird vom Klassenlehrer
in Absprache mit den Fachlehrern festgelegt. Für die Eltern entstehen
keine Kosten
2.22 Förderung
versetzungsgefährdeter Schüler
Das folgende Konzept wurde
zwischen 2002 und 2004 erprobt und evaluiert. Aus den Ergebnissen der Evaluation
und den nicht mehr vorhandenen Stellenanteilen konnte diese Förderung
nicht weiter umgesetzt werden.
2.23 Förderung nach
den quantitativen Vorgaben des neuen Schulgesetzes und der APO SI
Die Stundentafel für
die Hauptschule sieht die Möglichkeit vor, den Eckrahmen besonders
der Hauptfachwochenstunden durch Förderstunden zu erhöhen. Stundenplantechnisch
kann die Schule zuzeit im Hauptfachbereich durchgängig eine 5. Stunde
als Förderstunde anbieten, in der Erprobungsstufe auch eine 6. Stunde,
sodass auch eine Förderung der begabteren Schüler stattfinden
kann. Die Auswahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
trifft der jeweilige Hauptfachlehrer.
2.24 Förderung im Programm eFit
| Zum Schuljahresbeginn 2004/2005
ging in 121 Hauptschulen in NRW ein bundesweit einmaliges Förderprojekt
für Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen an den
Start.
Ziel dieses Modellprojektes ist die Entwicklung und Erprobung qualitativ hochwertiger digitaler Lernmedien und nutzerfreundlicher Diagnosewerkzeuge für eine verbesserte individuelle Förderung zur Stärkung der Basiskompetenzen im Fach Deutsch in der Erprobungsstufe. Auf einer internetgestützten Lernplattform haben die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in virtuellen Klassenräumen zu lernen. Nach einem individuellen Arbeitsplan arbeiten sie unter Kontrolle eines Lehrers an selbsterklärenden Aufgaben und Übungen auf verschiedenen Anspruchsebenen. Über Diagnosetools werden die Ergebnisse ihrer Arbeit ausgewertet, so dass bestehende Defizite in einer nächsten Übungssequenz behoben werden können. Sie können von Lehrkräften auch als Grundlage für individuelle Lern- und Förderempfehlungen genutzt werden. Aber auch für die Befriedigung kommunikativer Bedürfnisse ist gesorgt: Ein Chatroom steht zur Verfügung, in dem die Erfahrungen aus der letzten Pause oder des vergangenen Wochenendes diskutiert werden können, wenn die Lehrerin oder der Lehrer den Zugang erlaubt. Vom eigenen virtuellen Schreibtisch aus verfügt jede am Projekt teilnehmende Lehrperson über mehr als 3.000 digitale Unterrichtsmaterialien aus allen Bereichen des Deutschunterrichts mit Übungen, die den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden können. Der Schreibtisch ist über jeden Rechner mit Internetanschluss für die Unterrichtsvorbereitung nutzbar. Von dort gibt es unter anderem einen Zugang zur Bibliothek mit zusätzlichem Arbeitsmaterial, das auch den Schülern zugänglich gemacht werden kann. Ein Kursverwaltungssystem gibt über die Leistungsentwicklung der gesamten Gruppe Aufschluss und in Foren und Chatrooms können Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen in anderen am Projekt beteiligten Schulen ausgetauscht werden. Partner im Modellprojekt
sind die Verlage Klett und Cornelsen, die die Lernplattform entwickelt
haben und für die Online-Bereitstellung der Übungsmaterialien
verantwortlich zeichnen.
|
2.25 Förderung der
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
An der GHS-Eilendorf werden
förderdiagnostische Verfahren durchgeführt. Im LRS-Bereich werden
alle 5.-Klässler mit der Hamburger Schreibprobe überprüft
und bei Bedarf erhalten die Kinder Förderunterricht.
In Planung ist ein Schuleingangstest
über die Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler. Dabei
sollen sowohl die Grammatikkenntnisse als auch der Wortschatz der Kinder
getestet werden. Durch diese Sprachstandsmessung soll der Fachlehrer Kenntnisse
über den individuellen Förderbedarf erhalten und im Förderunterricht
darauf eingehen. Durch weitere Tests können Lernfortschritte aufgezeigt
werden.
Förderunterricht für
Migranten wird an den Regelunterricht angebunden. Normalerweise erteilt
ein Lehrer des Regelunterrichts auch Förderunterricht. Dabei werden
Probleme aus dem Unterricht aufgegriffen.
In regelmäßig
stattfindenden Teamsitzungen der einzelnen Klassen werden verbindliche
Absprachen zwischen allen Lehrern getroffen und es werden intensiv Förderschwerpunkte
bzw. Probleme einzelner Schülerinnen und Schülern besprochen.
Insbesondere auf Erprobungsstufenkonferenzen werden gemeinsam Förderschwerpunkte
für die Schulstufe evaluiert und Fördergruppen (LRS, Sprachförderung)
eingerichtet. Somit sollen die Kinder frühzeitig mit Scheib- und Lesestrategien,
Umgang mit dem Wörterbuch und Grammatiktraining vertraut gemacht werden.
Bei Elternsprechtagen und
gesonderten Sprechabenden haben Schüler und Eltern die Gelegenheit,
sich individuell in Bezug auf Förderung beraten zu lassen. Dabei verweisen
Lehrer auch auf außerschulische Fördermöglichkeiten, wie
z.B. die der RAA.
Im Erprobungsstufenbereich
wird das Projekt „ICH-DU-WIR-Ohne Gewalt“ durchgeführt. Dabei kommt
es zu einem intensiven sprachlichen Austausch zwischen den Schülerinnen
und Schülern.
Es findet eine permanente
Schullaufbahnberatung durch die IHK statt. Ein türkischer Ausbilder
berät Schüler und deren Eltern bei der Berufswahl. Die Schule
sucht den Kontakt und die Kommunikation mit türkischen Eltern. Es
werden türkische Elternabende veranstaltet, auf denen, auch auf türkisch,
die Anliegen von Schule und Eltern ausgetauscht werden. Die Schule setzt
auf eine enge Elternarbeit, wobei die Schule von der RAA unterstützt
wird.
| Aktualisierung Februar
2008
1. Sprachförderung
im Regel- und Fachunterricht
2. Diagnostik
3. Organisation und Inhalte
des Förderunterrichts
Die leistungsheterogenen Fördergruppen sind meist multikulturell, wodurch gute Voraussetzungen zum Aufbau interkultureller Kompetenzen bestehen. Die Leistungsheterogenität fördert das Lernen voneinander und leistungsstärkere Schüler/innen dienen in der Gruppe neben der Lehrperson als Sprachvorbild. Die Gruppengröße richtet sich nach dem individuellen Förderbedarf und der Sozialstruktur der Gruppe. Der Förderunterricht ist im fünften und sechsten Schuljahr vorrangig an den Deutschunterricht angebunden. Er ergänzt und erweitert ihn, wobei die typischen Schwierigkeiten der DaZ-Lernenden im Mittelpunkt stehen. Seine elementare Aufgabe ist die Verbesserung der Lesefähigkeit und des Leseverständnisses, des mündlichen Sprachgebrauchs, das Trainieren von Orthografie, Grammatik und Interpunktion und die Verwendung einer korrekten Syntax. In den Fokus rücken auch die „verdeckten Sprachschwierigkeiten“ und „Verschleierungstechniken“, durch die eine Entwicklung der Schreibkompetenz behindert wird. Parallel zum Regelunterricht werden Lerntechniken vertieft und Inhalte des Fachunterrichts aufgegriffen. Eine weitere Aufgabe des Förderunterrichts ist es, einem Migrantenkind das Gefühl zu vermitteln, dass es etwas Besonderes ist, zweisprachig aufzuwachsen. Aus dieser Haltung heraus ist das Kind in der Lage, das notwendige Selbstvertrauen zu entwickeln, welches ihm ermöglicht, sich mündlich intensiv am Unterricht zu beteiligen. Der Deutschunterricht in der Erprobungsstufe umfasst vier Basisstunden. Hinzu kommen zwei Förderstunden für die deutschsprachigen Kinder bzw. 4 Stunden für Kinder mit Migrationshintergrund. In den Jahrgängen 7 und 8 bleibt die Förderung der Schreibkompetenz eine wesentliche Aufgabe. Zudem ist der Gebrauch der Fachsprache verstärkt ins Blickfeld zu nehmen. Der Förderunterricht soll sich mit der Verwendung von Fachtermini und Fachsprache, dem Verstehen von Sachtexten aus Fachbüchern, dem Erstellen von Versuchsbeschreibungen und Problemen, wie dem Formulieren von Regeln in der Mathematik, beschäftigen, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beteiligung am Regelunterricht zu schaffen. Schwierige Sprachstrukturen in Fachtexten werden zum Lerngegenstand, indem die Schüler und Schülerinnen angehalten werden, sie nicht zu überlesen, sondern zu bearbeiten. Im neunten Schuljahr bleibt die individuelle Förderung des mündlichen und schriftlichen Ausdrucks weiterhin ein zentrales Anliegen. Für die Jugendlichen beginnt langsam die Übergangsphase ins Berufsleben. Der Schwerpunkt in der Migrantenförderung liegt darin, parallel zum Fach „Deutsch“ und Fachunterricht „Arbeitslehre/Wirtschaft“, die Schüler sicherer und auch wettkampfhärter für den Arbeitsmarkt zu machen. Es erfolgt ein intensives sprachliches Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit der RAA. Singuläre und isolierte Seminare, wie sie z. B. von Krankenkassen, Versicherungen etc. angeboten werden, reichen erfahrungsgemäß nicht aus, um junge Migranten auf Bewerbungsgespräche und Einstellungstests vorzubereiten. 4. Evaluation
5. Ausblick auf die Schuljahre
2008/9 und 2009/10
In den beiden nächsten
Schuljahren soll die Konzeption für die Stufe 5/6 überprüft
werden. Folgende Aspekte sind dabei besonders wichtig:
Weiterhin steht eine differenzierte
Erarbeitung des Konzepts für die Jahrgänge 7 und 8 und die Erstellung
geeigneter Materialien zur individuellen Förderung an.
|
2.26 LRS-Förderung
Im Bereich der LRS-Förderung
arbeitet die GHS-Eilendorf mit Material von Reuther-Liehr. Es wird entsprechende
Lernsoftware (ARELA) im LRS-Bereich in allen Klassen auch im Rahmen der
Inneren Differenzierung eingesetzt.
Im Montessori-Zweig haben
die Lehrer Material entwickelt, das sich den individuellen sprachlichen
Problemen der Kinder anpasst. Im Rahmen der Freien Arbeit bearbeiten Schüler
Karteikästen zu allen Bereichen des Deutschunterrichts.
2.3 Montessori-Pädagogik
Umfassende Informationen
hierzu enthält die Anlage sowie die
Internetseite der Schule "www.ghs-eilendorf.de" unter "Montessori-Zweig".
2.4 Gemeinsamer Unterricht
GU
Auszug
aus den Vorgaben des neuen Schulgesetzes
Gemeinsamer Unterricht
(GU) an der GHS Eilendorf (Februar 2010)
| 1. | Begriffe: | GU bedeutet Gemeinsamen Unterricht von Förderschüler/innen und regulären Schüler/innen. Förderschüler/innen sind Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. |
| 2. | Schulbezogene Zuordnung | GU wird im Montessori-Zweig der GHS Eilendorf durchgeführt. |
| 3. | Zielgleichheit | Zielgleichheit bedeutet, dass im GU die Förderschüler/innen mit allen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten außer Lernen (Lernbehinderung) und Geistige Entwicklung (Geistige Behinderung) nach den Richtlinien und Lehrplänen für die Hauptschule in NRW unterrichtet werden. |
| 4. | Förderschwerpunkte | Im GU der GHS Eilendorf werden überwiegend Förderschüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Sprache und emotionaler und sozialer Entwicklung unterrichtet. |
| 5. | Ziel | GU hat das Ziel, solche Förderschüler/innen integrativ zu unterrichten, die voraussichtlich mit wenig Hilfe den Hauptschulabschluss erreichen können. |
| 6. | Klassenbildung | Die GU-Klassen haben maximal
|
| 7. | personale Situation | An der GHS Eilendorf arbeitet eine Förderschullehrerin. |
| 8. | Zeitlimit | Die Förderschüler/innen werden maximal 3 Unterrichtsstunden in der Woche sonderpädagogisch gefördert. Sind in einer GU-Klasse 2 oder 3 Förderschüler, so erhöht sich der Förderunterricht auf 6 bzw. 9 Stunden pro Woche. |
| 9. | Förderung | Die Förderschullehrerin
begleitet die GU-Schüler/innen
|
| 10. | Förderpläne | Die Förderung berücksichtigt
den gesamten Lebenskontext der Förderschüler/innen.
Die Eltern werden als Fachleute für den Erziehungsprozess und somit für die Problemlage eingesetzt und anerkannt. Die Entwicklung des Kindes im häuslichen Umfeld ist ein Bestandteil der Elternarbeit. Die Förderschüler/innen werden mit ihren Fähigkeiten zur Selbsterkenntnis als Experte für die eigene Situation angenommen. Die Förderpläne mit den Förderbereichen und entsprechenden Maß-nahmen werden im dialogischen Verfahren zwischen dem Schüler/der Schülerin, einem Erziehungsberechtigten, der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und der Förderschullehrerin erstellt. Sie gelten für einen gemeinsam festgelegten Zeitraum und werden dann evaluiert und fortgeschrieben. Oberstes Ziel der Förderung ist die Selbstwahrnehmung, Selbstverantwortung und Selbstregulation. Wichtige Förderbereiche sind
|
2.5 Handlungsorientierung
Der Unterricht ist nach
Möglichkeit handlungsorientiert und richtet sich bei der Themenwahl
nach den Erfordernissen des Alltagslebens der Schülerinnen und Schüler.
2.6 Differenzierung
Der differenzierte Unterricht
erstreckt sich neben den Fächern Mathematik und Englisch (ab Klasse
7 im Regelbereich – ab Klasse 8 im Montessori-Bereich) teilweise auch auf
den Deutschunterricht (vornehmlich im Montessori-Bereich) und als innere
Differenzierung auch auf andere Fächer.
2.7 Arbeitsgemeinschaften
Nach Möglichkeit werden
Arbeitsgemeinschaften angeboten, um Schülerinnen und Schülern
die Möglichkeit zu geben, besondere Fähigkeiten auszubauen, Begabungen
zu entdecken oder etwas Neues kennenzulernen (siehe auch Projekte).
2.8 Projektunterricht
Siehe Unterrichtsformen
2.9 Schulinterne Lehrpläne
Die Fachkonferenzen formulieren
und überarbeiten in regelmäßigen Abständen Minimalpläne,
die die Leistungsanforderungen der Schule benennen.
Ziel: Auf ihrer Basis sollen
regelmäßig Klassen- oder schulübergreifende inhaltlich
vergleichbare Lernzielkontrollen durchgeführt werden.
2.10 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Hauptfachbereichen Deutsch, Mathematik und Englisch
Grundsätze der methodischen und didaktischen Arbeit
Die Hauptschule ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule der Sekundarstufe I. Sie baut auf der Grundschule auf und führt zu allen Abschlüssen und Berechtigungen der Sekundarstufe I. Damit schafft sie die schulische Voraussetzung für den Übergang in eine Berufsausbildung oder die Schulformen der Sekundarstufe II.
Die Arbeit an der Hauptschule ist durch folgende Lehr- und Lernprinzipien gekennzeichnet:
|
Fachbereich
Deutsch
In der Hauptschule
werden im Fach Deutsch folgende Bereiche berücksichtigt
Ziele und
Inhalte des Deutschunterrichts in der Hauptschule
Die Schule vermittelt
neben Einstellungen und Haltungen, Einsichten und Kenntnissen auch methodisches
Können, instrumentelle Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die
Fähigkeit zum Weiter- und Umlernen.
Die Ziele und
Inhalte des Unterrichts sind so zu konkretisieren, dass die Schülerinnen
und Schüler
Parallelarbeiten
als Grundlage für Evaluation im Fach Deutsch, Sicherung erreichter
Qualitätsstandards und die Weiterentwicklung der schulischen Arbeit
Die Entwicklung
und Verbesserung der Arbeit der einzelnen Lehrkräfte muss mit Teamarbeit
sowie innerschulischer Kooperation in Fachkonferenzen, Jahrgangsstufenteams,
Lehrerkonferenzen und Schulkonferenzen erreicht werden. Die gemeinsame
Planung von Unterricht und seine kollegiale Analyse und Auswertung sind
wichtige Mittel zur Verbesserung des Unterrichts. Lehrerinnen und Lehrer
werden im Sinne einer professionellen Gemeinschaft darin unterstützt,
gemeinsam zu lernen, Vereinzelung zu überwinden und Mitverantwortung
für die schulische Arbeit insgesamt zu übernehmen. Auf Grundlage
der gut durchstrukturierten Parallelarbeiten lassen sich Konsequenzen für
die Weiterarbeit ableiten.
Kriterien und Grundsätze der Leistungsbewertung "Grundlage der
Leistungsbewertung sind alle vom Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht
erbrachten Leistungen, insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche
Beiträge und praktische Leistungen." (§ 21 Abs. 4 ASchO)
Die Leistungen
im Deutschunterricht werden erbracht als
Die Note im Fach
Deutsch setzt sich aus allen diesen Leistungen zusammen. Dabei sind die
mündlichen und praktischen Leistungen einerseits und die schriftlichen
Leistungen andererseits gleichgewichtig zu berücksichtigen.
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Unterrichtsfach Deutsch Die Eingangsvoraussetzungen
der Schüler/innen des 5. Jahrgangs sind auf sehr unterschiedlichem
Niveau, was sowohl das Schreiben, Lesen wie auch Sprechen angeht. Von den
Anmeldungen für das neue Schuljahr haben nur 4 Schüler/innen
eine bessere Note als ausreichend auf dem Grundschulzeugnis in Deutsch,
60% ein mangelhaft. Im Regelzweig sind fehlende Qualifikationen auf den
hohen Anteil ausländischer Schüler/innen zurückzuführen,
im Montessori-Zweig ist der Anteil von ADS- und LRS-Kindern besonders hoch.
Die Lehrpläne
der Schule sind so gefasst, dass auf dieser Grundlage ein individuelles
Unterrichten möglich ist. Im Qualitätszirkel Deutsch wurden noch
einmal Basisqualifikationen erarbeitet, die das Fachkollegium an der GHS-Eilendorf
noch abstimmen wird.
Eine intensive
Förderung ist in den Bereichen Lesen, LRS, Sprache Grundvoraussetzung.
Die Deutschlehrer stellen fest, dass es den Schülern zunehmend an
Grundfertigkeiten, wie z.B. lesbare Schrift, fehlt. Um effektiv fördern
zu können, ist gegenüber den Grundschulen die Erlangung von Grundfertigkeiten
einzufordern. Die Deutschförderung soll ab kommenden Schuljahr einen
besonderen Stellenwert in der GHS-Eilendorf mit dem Schwerpunkt 5. und
6. Jahrgangsstufe erhalten.
Die Lehrerkonferenz
hat am 11.06.2003 die Neustrukturierung der Förderkonzeption beschlossen.
In der Fachkonferenz Deutsch wurde im Januar 2003 zum Thema förderdiagnostische
Verfahren (HSP) eine Fortbildung durchgeführt. Als Konsequenz für
die weitere Förderarbeit wird ab dem Schuljahr 2003/04 der Test (HSP)
für die neue Jahrgangsstufe 5 eingesetzt, auf dessen Grundlage die
individuellen Stärken und Schwächen bei der Rechtschreibung der
einzelnen Schüler/innen diagnostiziert werden. Es ist geplant, dass
eine einzurichtende Arbeitsgruppe auf Grundlage der Testergebnisse spezielles
Fördermaterial sichtet und anschafft.
Die Deutschförderung
soll mit einer 6. Deutschstunde pro Woche mit zwei doppelt besetzten Stunden
erfolgen. Das Kollegium ist der Auffassung, dass ohne ausreichende Grundlagen
in Deutsch schriftlich und mündlich auf keine zufriedenstellende Lernzielerreichung
in den Nebenfächern erzielt werden kann.
|
|
Fachbereich
Mathematik
Allgemeine
und organisatorische Vorbemerkungen
Das Fach Mathematik
wird in den Klassen 5, 6, 10A und 10B im Klassenverband unterrichtet. In
den Klassen 7,8 und 9 findet eine Differenzierung nach G- und E-Kursen
statt, die E-Kurse zweigübergreifend. Für alle Klassen und Kurse
sind Stoffverteilungspläne erstellt worden. Hinzu kommt, dass 2003
im Qualitätszirkel Mathematik Minimalpläne erarbeitet wurden.
Diese ersetzen nicht die Pläne der einzelnen Schulen.
Im Schuljahr
2003/03 wurde für die Klassen 5-7 ein neues Mathematikbuch eingeführt:
"Welt der Zahl", Schroedel Verlag, im Schuljahr 2003/04 erfolgte dies für
das 8. Schuljahr.
Des weiteren
wurde für das Fach Mathematik ein Förderkonzept für die
Klassen 5 und 6 sowie für die Klassen 7 bis 9 entwickelt, das seit
Schuljahr 2003/04 in abgewandelter Form weitergeführt wird.
Parallelarbeiten
Zu Beginn des
Schuljahres wurden Eingangstests für die Klasse 5 erstellt und geschrieben
sowie Parallelarbeiten für die Klassen 7 G, 7 E, 10 A und 10 B.
Alle Parallelarbeiten
sind im Mai 2003 durchgeführt worden, nur die 7. Klassen konnten aus
Krankheitsgründen die Arbeiten nicht schreiben lassen.
Die geschriebene
PA sind bis auf eine alle sehr schlecht ausgefallen: Ein Grund dafür
war, dass ungewohnt mehrere unterschiedliche Themengebiete in einer Arbeit
abgefragt worden sind.
Ansätze
zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
Die folgenden
Überlegungen zur Qualitätssicherung bzw. Handlungsbedarf in naher
Zukunft für den Mathematikunterricht können nur dann in die Tat
umgesetzt werden, wenn alle Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich mitarbeiten:
Die individuelle
Entwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit der einzelnen Lehrkräfte
muss sich mit Teamarbeit und innerschulischer Kooperation verbinden. Diese
konkretisiert sich in gemeinsamer Unterrichtsvorbereitung und -reflexion
bei parallelen Kursen. Die gemeinsame Planung von Unterricht und seine
Analyse und Auswertung ist ein wesentliches Mittel zur Verbesserung des
Unterrichts. Auf der Grundlage entsprechender inhaltlicher Absprachen sollten
gemeinsame Arbeiten für parallele Klassen bzw. Kurse geschrieben werden.
Evaluation
und Konsequenzen für die Fortschreibung des Unterrichts
Mit dem Eindringen
mathematischer Betrachtungs- und Denkweisen in immer weitere Lebens- und
Berufsbereiche fällt dem Mathematikunterricht die Aufgabe zu, hierzu
notwendige Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten bereitzustellen.
Dazu zählen u.a.
Hierzu gehört
die Beherrschung sogenannter "Kulturtechniken" u.a. mit dem Ziel, eine
gewisse Rechenfertigkeit zu erreichen, d.h. eine Sicherheit im Ausführen
von Rechenoperationen, die man überall im täglichen Leben braucht
(z.B. Kenntnis des Einmaleins, schriftliche Rechenverfahren, Durchführung
von Überschlägen, Rechenvorteil erkennen, Anwendung von Formeln
zur Flächen- und Volumenberechnung sowie Anwendung des Dreisatzes).
Dazu würde z.B. auch das Aufstellen und Lesen von grafischen Darstellung
und Tabellen zählen, der Umgang mit dem Zirkel und Lineal und mit
einem Taschenrechner.
Auf dieser Grundlage
ist bei der Fachkonferenz am 26.09.02 beschlossen worden, in den Klassen
6 bis 9 ein bestimmtes Basiswissen zu trainieren und in den Klassenarbeiten
abzufragen.
Leistungserfassung
und -bewertung
Die schulische
Leistungsbewertung hat - gerade auch im Fach Mathematik - ein großes
Gewicht. Sie ist Grundlage zahlreicher pädagogischer Entscheidungen,
die für den Berufs- und Lebensweg der Schüler von weitreichender
Bedeutung sein können. Im Zusammenhang mit der Leistungsbewertung
wird oft von der Leistungsfähigkeit eines Schülers gesprochen,
obwohl eigentlich nur Aussagen über ein Leistungsergebnis aufgrund
eines Leistungsvollzuges eines Schülers gemacht werden können.
Die Beurteilung eines Schülers einschließlich seiner Leistungsbewertung
gehen im Unterricht häufig fugenlos ineinander über, doch haben
beide eine grundsätzlich unterschiedliche Zielsetzung: zum einen den
Schüler selbst (als Person), zum anderen die objektivierbare Leistung
des Schülers (als Prozess und Ergebnis).
Die Zeugnisnote
des 1. Halbjahres setzt sich zusammen aus den Klassenarbeiten und der "Sonstigen
Mitarbeit". unter der "Sonstigen Mitarbeit" versteht man:
Die Erstellung
der Jahreszeugnisnote wird zunächst wie die des 1. Halbjahres errechnet,
plus der Berücksichtigung des 1. Halbjahres. Tendenzen des 2. Halbjahres
werden stärker berücksichtigt.
|
|
Fachbereich
Englisch
Lehrwerk
Grundsätze der methodischen
und didaktischen Arbeit
Differenzierungsmodelle
Fachlicher Dialog und
Parallelität innerhalb einer Jahrgangsstufe
Leistungsbewertung
100-93 Punkte sehr
gut
Kriterien und Grundsätze
für die Leistungsbewertung und die Herleitung der Zeugnisnote
|
2.12 Konzepte für die Arbeit in der Erprobungsstufe, Montessoriklassen, Abschlussklassen
In Bereichs- und Stufenkonferenzen
werden Lehrerteam-übergreifend Konzepte
für die Arbeit im Hinblick auf die spezifischen Besonderheiten der
oben genannten Klassen entwickelt, überprüft und modifiziert.
2.13
Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung
| Klasse
8 Arbeitslehre-Wirtschaft
1. Halbjahr 2. Halbjahr
|
Begriffsdefinition
„Arbeit“
Arbeit – Berufe im Wandel der Zeit
|
| Klasse 9
Arbeitslehre-Wirtschaft
1. Halbjahr 2. Halbjahr |
Vorbereitung 1. Praktikums
Auswertung des 1. Praktikums:
Besuch im BIZ Kompetenzcheck (Hamett II) aktive Berufsberatung durch Arbeitsagentur und Beratungslehrer erste Bewerbungen ( Großunternehmen) gezielte Suche zweites Praktikum:
Berücksichtigung der realen, angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt Im Deutschunterricht:
|
| Klasse 10 Arbeitslehre-Wirtschaft | Vorbereitung 2. Praktikum:
Auswertung des 2. Praktikums
Stellensuche
|
Ab Jahrgang 8 findet gezielte
Berufsorientierung statt. Im Wirtschaftslehreunterricht werden die Schüler
an Berufsfelder und Einzelberufe herangeführt und ihnen somit die
Orientierung in dem Berufsangebot erleichtert. Dies geschieht mit Hilfe
umfangreicher Arbeitsmappen, die das Arbeitsamt zur Verfügung stellt,
durch Betriebserkundungen (wenn möglich) und ab Jahrgang 9 durch ein
dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum, durch den Besuch im BIZ
und weitere beratende Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt.
2.14
Vermittlung von Basisqualifikationen
Neben dem erklärten
Ziel, das Erlangen von Grundfähigkeiten im
|
wird auch auf die Vermittlung
der Basisqualifikationen Wert gelegt wie
|
3.1 Sozialisierung
Das Einüben sozialer
Spielregeln wird durch die bestehende Schulordnung und eine in den Klassen
erarbeitete Klassenordnung gelenkt und unterstützt. Durch Übernahme
zeitlich begrenzter Dienste im Sinne der Klassengemeinschaft wird das Verantwortungsbewusstsein
gestärkt. In allen Bereichen des Schulalltags wird auf höfliches
und respektierendes Miteinander Umgehen geachtet. Entsprechende Umgangsformen
werden mit den Schülern eingeübt, die zu gegenseitiger Akzeptanz
und Wertschätzung führen sollen. Hier müssen häufig
häusliche Defizite ausgeglichen und multikulturelle Konflikte
aufgefangen werden.
3.2 Identifikationsmöglichkeiten bieten
Die Schüler der neuen
5. Jahrgänge werden durch eine Aufnahmefeier begrüßt und
durch einen „sanften Einstieg“ (wird noch genauer erläutert) in den
Schulalltag eingeführt.
So soll ein Gruppengefühl
aufgebaut und die Bindung an eine Klasse erleichtert und gefördert
werden. Weitere Maßnahmen für Indentifikationsmöglichkeiten
sind: Mädchen AG, Silentium, Projektgruppen, „Fördermaßnahmen“,
Traditionen, wie Schüler
der 9. Jahrgänge bedienen die Cafeteria bei Elternsprechtagen und
richten den Imbiss bei Entlassfeiern oder anderen Festlichkeiten aus, Schüler
üben Programmstücke für Feiern ein.
3.3 Streitschlichtung
Ein wesentlicher Baustein
im Rahmen der Erweiterung der sozialen Kompetenz ist die Einführung
des Streitschlichtungskonzeptes an unserer Schule. Schüler des neunten
Schuljahres werden als neutrale Streitschlichter ausgebildet.
| Begründung: | Die Fähigkeit einer selbstständigen, gewaltfreien Konfliktlösung unter Schülern ist eine wichtige soziale Kompetenz, die wir in unserer Schule besonders fördern möchten. Die Einführung des Streitschlichtersystems und die damit verbundene Ausbildung von Streitschlichtern in der Klasse 9 ist als eine Ergänzung und Erweiterung der in der Klasse 5 vermittelten Inhalte anzusehen. Nicht immer gelingt es den Konfliktpartnern, ihren Streit ohne die Begleitung und Steuerung durch eine neutrale dritte Person zu regeln. Ausgebildete Schüler sollen die Aufgabe eines neutralen Streitschlichters für Bagatellfälle im 5. und 6. Schuljahr übernehmen. |
| Ziel: | Es soll erreicht werden, dass ausgebildete Schülerinnen und Schüler die Aufgaben eines neutralen Streitschlichters übernehmen. |
| Durchführung: | Der Erwerb der notwendigen
Schlichterkompetenzen wird in einer von Koordinatoren geleiteten mehrwöchigen
Ausbildungsphase vermittelt. Die Inhalte dieser Ausbildung, die zum Teil
noch in der Entwicklungsphase ist, sind an den vorliegenden theoretischen
Aspekten zur Streitschlichterausbildung orientiert. Aspekte der Gesprächsführung,
Rituale und wichtige Regeln eines Schlichtungsgesprächs, Elemente
der Körpersprache, das Einfühlungsvermögen in die Konfliktpartner,
das Bewusstmachen der Verantwortung für den organisatorischen und
inhaltlichen Ablauf sind ebenso wichtige Aspekte des Ausbildungsprogramms
wie die Beachtung der Vertraulichkeit und der konsequenten Neutralität
eines Schlichters. Nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Ausbildung und
der Aushändigung eines „Zeugnisses“ haben diese Schüler eine
persönliche Kompetenz gewonnen, die sie nicht zuletzt auch durch eine
Bemerkung in ihrem Bewerbungszeugnis bei der anstehenden Berufswahl und
der Bewerbung erfolgreich verwenden können.
Die ausgebildeten Koordinatoren sind für die Planung der Streitschlichterausbildung verantwortlich. |
3.x
Beratungskonzept (Vorabfassung Mai 2009)
| Vorbemerkung | Im Erlass „Einsatz und Weiterbildung von Beratungslehrern“ vom 08.04.2004 wird die Erstellung eines Beratungskonzeptes der Schule vorgegeben, in dessen Rahmen nicht nur die Arbeit der Beratungslehrer, sondern auch die Aufgaben der anderen an der Beratung Beteiligten in der Schule beschrieben werden soll. |
| Ziele des Beratungskonzeptes | Dieses schuleigene Beratungskonzept
soll die Beratungsaufgaben der Lehrerinnen und Lehrer und anderer Berater,
mit denen die Schule zusammenarbeitet oder ihre Zusammenarbeit entwickeln
will, definieren.
Im Verlauf der Diskussion dieses Konzeptes kann klarer abgestimmt werden, wer welche Aufgaben übernimmt, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen und wer mit wem innerhalb und außerhalb der Schule zusammenarbeitet. Im Verlauf eines solchen Diskussionsprozesses kann für die Lehrkräfte das Beratungskonzept deutlich machen, dass keine Lehrkraft mit ihren Beratungsaufgaben alleine dasteht. Das schuleigene Beratungskonzept zeigt auf, an wen man sich in bestimmten Situationen wenden kann, mit wem man sich beraten kann, wer Hilfe und Unterstützung bietet. |
| Wer kann beraten werden? | Adressaten für Beratung sind Schüler, Eltern und Kollegen der GHS Eilendorf. |
| Wann wird beraten? | Die Initiative zur Einschaltung des Beratungslehrers oder eines anderen Beraters kann von der einzelnen Fach- oder Klassenlehrkraft, der Schulleitung oder einzelnen Koordinatoren, den Eltern oder dem Schüler selbst ausgehen. Schulische Maßnahmen (z.B. Ordnungsmaßnahmen bei Störungen und Konflikten) sollten von Beratungsgesprächen getrennt sein. Das Beratungsgespräch darf keine erzwungene Ordnungsmaßnahme sein! Sollte im Ausnahmefall eine Beratung als „Auflage“ erfolgen, so ist zu klären, unter welchen Bedingungen der Schüler dazu bereit ist und ob ein Einverständnis der Eltern vorliegt. |
| Gegenstand der Beratung
können alle
schulischen Problemfelder sein. Das Beratungsteam nimmt in diesem Rahmen folgende Aufgaben wahr: |
- Schullaufbahnberatung
und berufsorientierende Beratung (von Schülern, Eltern und Lehrern
über Bildungsangebote, Schullaufbahnen und berufliche Bildungswege.)
- Vorbeugende Maßnahmen (Drogen-, Gewaltprävention und Gesundheitsmanagement) - Beratung in Unterrichts- und Erziehungsfragen (Unterrichtshilfen, kooperative Verhaltensmodifkation usw) - Einzelfallberatung (von Schülern bei besonderen Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten in familiären und persönlichen Krisensituationen sowie der Vermittlung diagnostischer und therapeutischer Hilfen). |
| Wer berät? | Beratung von Schülern
und Eltern ist Aufgabe aller Lehrer unserer Schule. Diese Tätigkeit
verrichten sie sowohl als Klassen- als auch als Fachlehrer. Kollegialer
Austausch über beratungsrelevante Aspekte erfolgt im Rahmen von informellen
Gesprächen und innerhalb von Fach- und Lehrerkonferenzen.
Eltern und Schülerinnen, aber auch Kolleginnen müssen auf ein unkompliziert erreichbares Unterstützungssystem zurückgreifen können, um bei Problemen angemessene Lösungen finden zu können. Im Folgenden werden die einzelnen mit der Beratung befassten Personen aufgeführt: Die Schulleitung
(Herr Börger, Herr Gran)
Die Klassenlehrer/innen
Die Fachlehrer/innen
Das Trainingsraum-Team
(Frau Reitz, Frau Blees, Frau Gramen, Frau Kruse)
Der SV-Lehrer
(Herr Gran)
Das Beratungsteam
(Frau Kruse, Frau Auerbach, Herr Bohlen)
|
| Wie wird beraten? | Ort der Beratung:
Das Beratungsgespräch findet in der Regel im Beratungszimmer statt.
Hier sollte ein Telefon für notwendige Anrufe zur Verfügung stehen
(Schulhandy) und hier befinden sich auch die Beratungsunterlagen. Dieser
Raum sollfte für andere Belande als die Beratung (auch aus Gründen
der Verschwiegenheit) für andere Personen nicht nutzbar sein. Zu den
Beratungsstunden steht die Beratungslehrerin den Schülern und Eltern
zur Verfügung. Es können aber auch Termine vereinbart werden
(telefonisch)
Freistellung für das Beratungsgespräch: Die Schüler, die einen Beratungstermin in Anspruch nehmen wollen, informieren den für sie zuständigen Klassen- oder Fachlehrer. Dieser wird in der Regel den Schüler von seinem Unterricht befreien, es sei denn, dass zu diesem Zeitpunkt eine Arbeit geschrieben wird oder andere wichtige Gründe vorliegen. In diesem Fall informiert der Schüler den Beratungslehrer. Ansonsten kommt der Schüler zum vereinbarten Termin ins Beratungszimmer. Er bekommt von der Beratungslehrerin eine Mitteilung über die Dauer des Beratungsgesprächs, die er beim Klassen- oder Fachlehrer abgibt. Wünscht der Schüler eine anonyme Beratung, muss er einen Nachmittagstermin vereinbaren. Häufigkeit der Beratung: Die Häufigkeit der Beratungsgespräche hängt von der individuellen Problemlage ab. In einer Vielzahl von Fällen werden ein oder zwei Beratungsgespräche ausreichen. Freiwilligkeit der Beratung: Die Teilnahme an einem Beratungsgespräch (im Rahmen der Einzelfallhilfe) ist freiwillig. Kein Ratsuchender kann somit zu einem solchen Gespräch gezwungen werden. Für die Lösung bestehender Probleme ist die aktive Mitarbeit nötig, ein Teilnahmezwang würde dieser Zielsetzung entgegenwirken. Klassen- bzw. Fachlehrer sollen aber auf diese Möglichkeit hinweisen und die Schüler zu solchen Gesprächen ermutigen. Jeder Schüler hat das Recht, in einem Beratungsgespräch gehört zu werden. Den Grund für dieses Gespräch muss er anderen Lehrern nicht nennen, wenn er dieses nicht möchte. Verschwiegenheit des Beratungslehrers: Da in einem Beratungsgespräch sehr persönliche Themen zum Gesprächsinhalt werden können, unterliegen die Beratungslehrer immer der Schweigepflicht (Ausnahme: Planung eines Gewaltverbrechens). Der Ratsuchende muss seine Äußerungen geschützt wissen, um eine offene Kommunikation zu ermöglichen. Mit Einverständnis des Schülers kann aber die Weitergabe sachdienlicher Informationen vereinbart werden, um die Lösung eines Problems zu ermöglichen. Die Unabhängigkeit des Beratungslehrers: Der Beratungslehrer ist neutral und die Beratung erfolgt nicht auf Weisung oder mit einem inhaltlichen Auftrag von anderen. Die Verantwortlichkeit des Beratungslehrers: Der Beratungslehrer greift nicht in die Verantwortungsbereiche anderer Schulmitglieder ein und überträgt dem Ratsuchenden weitgehend die Eigenverantwortung für die Umsetzung von Empfehlungen und gemeinsam erarbeiteten Handlungsschritten. |
| Beratung und Zusammenarbeit
mit
helfenden Institutionen (Zusammenfassung des Beratungskonzeptes) |
Die pädagogische Arbeit der Lehrer/innen der GHS Eilendorf beinhaltet die Beratung von Schülern und Eltern als elementaren Bestandteil. Kennzeichnend für sie ist die Freiwilligkeit, der Vertrauensschutz und die Partnerschaftlichkeit. |
| Darüber hinaus halten
wir es für
sinnvoll und notwendig, dass allen ein Angebot zur Verfügung steht, das folgende Faktoren berücksichtigt: |
- größeres Zeitkontingent
- Spezialkenntnisse und größere beraterische Kompetenz - Neutrale Position durch Distanz zum System Schule - Möglichkeiten weitergehender Hilfe bzw. deren Vermittlung. |
| Dies versuchen wir zu
verwirklichen
durch ein Netzwerk von Personen und Institutionen, die in unserer Schule tätig sind oder mit denen wir eng zusammen arbeiten. So bestehen vielfältige Möglichkeiten, Beratung oder Hilfe in Anspruch zu nehmen. |
- Der SV-Verbindungslehrer
(Herr Gran) stellt neben seinen Aufgaben in der SV eine erste Anlaufstation
für Schüler bei konkreten Schwierigkeiten bzw. auch bei Verbesserungsvorschlägen
für das Schulleben dar.
- Die Lehrer für Suchtprophylaxe (Frau Auerbach, Herr Bohlen) sind Ansprechpartner bei Suchtfragen, halten Kontakt zu Beratungsstellen und Jugendamt, vermitteln konkrete Hilfen und geben Anregungen zur Prävention. - Die Beratungslehrerin (Frau Kruse) bietet aufgrund ihrer zeitlichen Entlastung und ihrer Ausbildung weitergehende Hilfe in der Schule an. Sie berät Schüler, Lehrer und Eltern bei Fragen der Erziehung, den Schulleistungen und bei persönlichen Konfliktsituationen. Dabei entwickelt sie mit den Beteiligten im Gespräch Lösungsmöglichkeiten und Strategien, die sie dann auch begleiten kann. Darüber hinaus arbeitet sie eng mit dem Schulpsychologischen Dienst, dem Jugendamt und Erziehungsberatungsstelen, wie dem Kinderschutzbund, zusammen, um weitergehende Hilfe zu vermitteln. - Der schulpsychologische Dienst und die Erziehungsberatungsstelle arbeiten eng mit der Beratungslehrerin, aber auch mit einzelnen Kollegen zusammen. Sie sind bereit, in die Schule zu kommen und vor Ort zu arbeiten. Kennzeichnend ist aber auch, dass sie von ihrem Auftrag her von der Schule unabhängige Institutionen sind, die Schülern und Eltern Beratung und weitergehende Hilfe anbieten. - Der Berufswahlkoordinator (Herr Gran) hat regelmäßig Sprechstunden für Schüler und Eltern. Er berät in allen Fragen der Berufswahl- und –orientierung, außerdem vermittelt er Kontakte, ggfs. Fördermaßnahmen und stellt Materialien zur Berufswahlvorbereitung zur Verfügung (siehe auch Konzept für Berufswahlkoordination). - Die Bezirkspolizisten (Herr Seidel, Herr Thielen) sind mindestens einmal pro Monat in der Schule, so dass ihr Auftreten zur Normalität geworden ist. Sie bieten regelmäßige Beratung für Klassen an. Darüber hinaus sind sie wichtige Ansprechpartner und Berater für Lehrer und Schulleitung für das gesamte Spektrum von Verkehrserziehung bis Kriminalität. |
3.4 Elternberatung
Die Beratung seiner Schüler
und deren Erziehungsberechtigte ist vorrangig Aufgabe des Klassenlehrers.
Er ist ständiger Berater für seine Schüler bei Konflikten
und Schwierigkeiten. Er steht den Erziehungsberechtigten außer an
Elternsprechtagen – im Montessori-Bereich außerdem an monatlichen
Sprechabenden – auch nach Vereinbarung zur Verfügung. Er berät
im Hinblick auf die Schullaufbahn, die Berufswahl und unterstützt
oftmals bei der Lehrstellensuche. Er schafft im Bedarfsfall Kontakt zu
fachlich kompetenten Stellen des Arbeitsamtes, des schulpsychologischen
Dienstes, der Suchtberatung usw.
| Nach den Vorgaben des
neuen Schulgesetzes muss das gesamte Beratungskonzept der Schule überarbeitet
werden, da Sprechzeiten während der Unterrichtszeit nicht mehr zugelassen
sind.
Von dieser Möglichkeit hat die GHS Eilendorf bisher lediglich während der Vormittage der beiden ganztägigen Eltern-/Schülersprechtage Gebrauch gemacht. Alle anderen Sprechzeiten lagen grundsätzlich außerhalb der Unterrichtszeit:
|
3.5 Kollegiale Beratung
Auch die kollegiale Fürsorge
wird praktiziert. Abgesehen von gegenseitiger Beratung in Team- und Bereichssitzungen
wird oftmals
„zwischendurch“ besprochen,
beraten, unterstützt. (Vorbild-Funktion)
Ziel:
Mehr Unterstützung
von außen z.B. durch Sozialarbeiter, Fortbildungen, Supervisionsteam
usw.
| Ziel
Störungen – auch durch Verhaltensauffälligkeiten der Schüler – behindern oft den Schulalltag. Um für eine ungestörte, konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Klassenraum zu sorgen, hat die GHS Eilendorf das Trainingsraumprojekt eingeführt. Gleichzeitig lernen die Schüler, Verantwortung für Ihr Handeln und ihre Ziele im Unterricht zu übernehmen und die Rechte der anderen zu respektieren. Dafür wurden drei Regeln aufgestellt.
|
| Verfahren
Das Trainingsraumprogramm hat als Grundlage einen festen, für alle zuverlässigen und durchschaubaren Ablauf:
Wird ein Schüler insgesamt 4 mal in den Trainingsraum geschickt, werden die Eltern darüber schriftlich informiert. Bei insgesamt 7 Entsendungen in den Trainingsraum werden die Eltern zu einem Beratungsgespräch in die Schule gebeten. Bei insgesamt 10 Entsendungen in den Trainingsraum findet ein Gespräch mit der Schulleitung statt. Die Eltern sind zunächst einmal bei folgenden Vorfällen direkt eingeschaltet:
|
| Fazit
Folgende positive Konsequenzen wurden seit der Einrichtung des Trainingsraums beobachtet: - weniger Unterrichtsstörungen
|
4.1 Die Schülerinnen und Schüler planen und führen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam Klassen- und Schulfeiern (wie Begrüßungs-, Abschluss-, Karnevalsfeiern, Erntedankfest, etc.),
4.2
Klassentage, Projekttage, Ausflüge und Klassenfahrten durch.
Das Fahrtenkonzept
der Schule ist überarbeitet. Die Anzahl der Fahrten, die inhaltliche
Orientierung unter sozialen, sportlichen, kulturellen und staatsbürgerlichen
Aspekten sind koordiniert und neu strukturiert. Durch eine zeitliche Bündelung
der Fahrten soll die allgemeine schulische Auswirkung (Abwesenheit von
Kollegen, nichtteilnehmende Schülerinnen und Schüler) gering
gehalten werden. Um eine zusätzliche Belastung anderer Klassen und
des Kollegiums zu vermeiden, kann eine Klassenfahrt nur ab einer Beteiligung
von 85% der Schüler und Schülerinnen durchgeführt werden,
d.h. es dürfen nicht mehr als 3-4 Schüler und Schülerinnen
pro Klasse sein, die nicht mitfahren.
Beschluss vom 01.09.2008
| Jahrgang 5/6 | Schwerpunktausrichtung:
Gemeinschaftserfahrung
Dauer: max. 6 Schultage, flexibel auf beide Schuljahre verteilbar Kosten: max. 140 Euro |
||||||||||||||||
| Jahrgang 7/8 | Schwerpunktausrichtung:
Erlebnischarakter
Dauer: max. 5 Schultage, flexibel auf beide Schuljahre verteilbar Kosten: max. 160 Euro |
||||||||||||||||
| Jahrgang 9/10 | Schwerpunktausrichtung:
Bildungsfahrt
Dauer: 5 Schultage, eine Abschlussfahrt Kosten: max. 220 Euro Ziele in Deutschland und BENELUX, Klassen entscheiden den Prorammrahmen |
||||||||||||||||
| Kostenentwicklung | Die angegebenen Kosten beziehen
sich auf das Schuljahr 2008/09 und können sich jährlich um etwa
4% erhöhen. Sie beinhalten sämtliche Teilkosten für Fahrt,
Unterkunft, Vollverpflegung, Fahrten und Aktivitäten vor Ort, jedoch
nicht das Taschengeld.
Kostenübersicht:
|
4.4 Erkundungen und Besichtigungen im Rahmen des Wirtschaftslehre-, Biologie- und Kunstunterrichtes, gemeinsames Frühstück zu besonderen Anlässen in den Klassen und unter dem Aspekt der Gesundheitserziehung, Theaterbesuche im Rahmen der Deutsch-, Kunst- und Kulturerziehung, ökumenische, jahreszeitlich abgestimmte Feierstunden, Präsentationen nach Objektdurchführungen im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ und Sportaktionstage prägen das Bild des Schullebens.
4.11 - 4.14 Streitschlichtungsteam und Schulordnung helfen, das Schulklima zu stabilisieren. Betriebspraktika und Erste-Hilfe-Kurse unterstützen die Berufs- und Lebensfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ab dem 9. Jahrgang.
4.15 Stand der Enwicklungsziele zum Schulleben
| angestrebte Elemente | bisherige Realisation |
| Klassenprojektwoche | in zweijährigem Turnus in der gesamten Schule |
| Jungen-/Mädchenprojekt | Teilnahme am Girls-Day, Selbstbehauptungstraining |
| Klassenstufenfeiern | |
| Schülerzeitung | Entwicklung aus dem ITG-Unterricht als AG |
| Pausenverkauf | Kiosk auf dem Schulhof |
| intensivere und transparentere SV-Arbeit | gewährleistet |
| intensivere Elternarbeit | Steigerung nicht weiter möglich, regelmäßige Schulpflegschaftssitzungen, sehr gute Elternvertetung nach außen |
| besserer Informationsfluss zwischen den Mitwirkungsorganen | über Anwesenheit der Schulleitung und Internetseite verbessert |
| Patenschaften | Klassen 9 für Entlassschüler vorhanden, Klasse 6 für neue 5. Klassen ausbaufähig |
| Zivildienstleistende und Sozialarbeiter | immer noch keine Unterstützung durch den Schulträger, bzw. Stellenvorgaben |
| Friedensprojekte | kontinuierliche Teilnahme am Aachener Friedenslauf mit sehr großem Erfolg vorhanden |
5.1 Tag der offenen Tür
Interessenten, vornehmlich Grundschülern und ihren Erziehungsberechtigten wird an einem Tag jeweils zum Ende des Schulhalbjahres die Möglichkeit geboten, sich durch Teilnahme an Unterrichtsstunden oder Besuch der Projektpräsentationen in einem Rundgang durch das Gebäude und in Gesprächen mit Lehrerinnen und Lehrern, Elternvertretern und der Schulleitung über die Schule zu informieren.
5.2 Sommerfest
Zweijährig stattfindende Sommerfeste werden von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam geplant und durchgeführt. Sie dienen der Belebung des Schulalltags, bestärken das Gefühl des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, öffnen Schule nach außen, machen Schulleben transparenter (Nachbarschaftspflege, Kontakte zu anderen außerschulischen Bereichen).
5.3- 5.6 Durch Kontakte zu Berufskollegs, zum Arbeitsamt (spez. BIZ), zu Ausbildungsbetrieben, durch Bewerbungstrainings bei Sparkasse, Krankenkassen oder namhaften Unternehmen der freien Wirtschaft wird die Berufsorientierungs- und -findungsphase der Schüler ab dem 9. Jahrgang maßgeblich begleitet und unterstützt.
5.7- 5.8 Durch Kontakte zu anderen Schulen (z.B. Vergleichsarbeiten, Absprachen und Abstimmungen in Verfahrensfragen die BUS-Klassen betreffend, Ab- und Angleichungsdiskussionen auf Schulleitungstagungen aller städt. Hauptschulen usw.) und durch Kooperation mit den abgebenden Grundschulen (vornehmlich vor dem Schulwechsel bzw. bei Erprobungsstufenkonferenzen) wird Schularbeit gestützt und transparenter gemacht.
5.9- 5.10 Die Schule pflegt gute Kontakte zu Sportvereinen (ortsansässige aber auch stadtweite) und zu Organisationen wie Motivia, InVia usw. Ausbau und Pflege von Kontakten
6.1 Jahresplanung
Die Festlegung aller schulspezifischen
Termine im Rahmen einer Jahresplanung erfolgt zu Beginn eines Schuljahres
Ziel:
Die Grobplanung sollte schon
zum Schuljahresende für das nächste Jahr erfolgen (ab 2004 umgesetzt,
die ausgearbeitete Jahresplanung liegt in der letzten Ferienwoche vor.)
6.2 Stundenplanung
Der Stundenplan wird durch
den Konrektor und den Koordinator (Regel-/Montessorizweig) in Absprache
mit dem Schulleiter erstellt und erfolgt vor Schuljahresbeginn.
Ziel:
eine den Ansprüchen
(von Schülern, Eltern, Lehrern, Vorgaben) entsprechende Unterrichtsversorgung
durch:
a) Vorgaben nach der Stellendatei
(LID)
b) Befragung der Lehrer
(Wunschzettel)
c) Entscheidungshilfen der
Fach-/Bereichskonferenzen.
6.3 Vertretungspläne
Ziel:
Durch gezieltes Management
für Vertretungsunterricht (bereitstehende Lehrer und Arbeitsmaterial
für Vertretungsunterricht/rechtzeitiges Erstellen und Bekanntmachen
von Vertretungsplänen z.B. bei langfristig feststehendem Unterrichtsausfall)
wird Vertretungsunterricht für Schüler und Lehrer effektiver
und die Ruhe im Schulgebäude gewahrt.
6.4 Raumverteilungspläne
Zu Beginn des Schuljahres
liegen die Raumverteilungspläne für den Jahrgangsstufen- und
Differenzierungsunterricht vor, die den reibungslosen Ablauf sicherstellen.
Ziel:
Konzepte zur Verbesserung
der derzeit „engen“ Raumsituation wurden und werden weiterhin in Arbeits-
und Verwaltungsgremien erarbeitet und mit der Bitte um Hilfe und Unterstützung
an die entsprechenden Stellen bei Schulträger und Politik gereicht.
Außerdem sollte mit
dem Schulträger bei Renovierung die Umsetzung ökologischer Zielvorgaben
festgesetzt werden (Energienutzung, Baustoffe, Farben usw.), da die Schule
auch Vorbildcharakter hat.
6.5 Aktualisierung aller
Medien
| Ziel | bisherige Realisation |
| Anschaffung zusätzlicher Videoanlagen (z.B. für Physik-, Technik-, Chemieraum) zwecks besserer Nutzung von TV-Sendungen zu neuen Erkenntnissen in Wissenschaft und Technik. | in Physik und Aula bereits installiert |
| Anschaffung von Computern mit Lexikon-Ausstattung für Naturwissenschafts- und Arbeitslehrebereich | eingerichtet |
| Schaffung von Internet-Zugängen bei der derzeitigen Vernetzungsinstallation von Verwaltungs-PC´s (Schulleitung, Sekretariat, Lehrerzimmer) | eingerichtet |
| Überprüfung und Aktualisierung aller weiterer Medien wie: Filmprojektoren (16mm und Super 8), Kassetten-/CD-Player für Klassen bzw. Lern- und Fachbereiche, Tageslichtprojektoren für jeweils zwei Klassen bzw. Lerngruppen und für alle Fachbereiche usw. | Filmprojektoren nicht mehr aktuell, durch Videoanlagen und Beamerprojektoren ersetzt, Tageslichtprojektoren werden nach und nach ergänzt. |
6.6 Vorbereitung von Projekten
Die Planung von Projekttagen/-wochen
beginnt rechtzeitig, so dass genügend Zeit zur Vorbereitung bleibt.
Sie umfasst
- Zeitabläufe
- Pausen, -aufsichten
- Finanzen
- Darstellung
- Gruppenbildung
6.7 Zusammenarbeit mit dem Förderverein
Der Förderverein als
Bindeglied zwischen Schülern, ehemaligen Schülern, Lehrern, Eltern,
anderen Vereinen und Betrieben, Organisationen unterstützt die Bildungsziele
der Schule durch Bereitstellung finanzieller Mittel und Sachwerte zur Unterrichts-,
Pausen- und Freizeitgestaltung.
Ziel:
Er sollte auch Öffentlichkeitsarbeit
leisten und Sponsoren für bestimmte Projekte werben.
6.8 Konzepte zur Verbesserung des Schulbildes
Ziel:
Konzepte zur Verbesserung
des Schulbildes (Gestaltung und Beschaffenheit des Gebäudes, der Räume,
des Schulhofes) sollen in kleinen Schritten entwickelt, durchgesetzt und
durchgeführt werden und das Schulimage durch gezieltere Öffentlichkeitsarbeit
gestärkt werden und mehr Medienpräsenz erlangen.
7. Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer
Welchen Stellenwert haben
Fortbildungen an der GHS Eilendorf?
An der GHS Eilendorf werden
Fortbildungsmaßnahmen als eine willkommene Bereicherung für
einen zeitgemäßen Unterricht und als ein wichtiger Teil der
Schulentwicklung angesehen. Die Bereitschaft zur Teilnahme daran basiert
überwiegend auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, vertrauend auf das
professionelle Selbstverständnis eines jeden Mitglieds des Kollegiums.
Wozu sind Fortbildungen
nötig?
Sich selbst und seine Professionalität
weiterzuentwickeln dient zunächst dazu, fachlich-didaktische Kompetenzen
der Lehrenden in den einzelnen Unterrichtsfächern zu vertiefen. Über
die Belange der einzelnen Fächer hinaus gilt es, pädagogische
Kompetenzen der Kollegiumsmitglieder zu fördern, sie beispielsweise
in ihrer Kommunikationsfähigkeit und Kooperationsbereitschaft weiterzubringen,
um sich gemeinsam mit allen am Schulleben beteiligten Personen über
die Gestaltung der Schule, ihre Ziele, Aufgaben und Möglichkeiten
zu verständigen. Auch sind Fortbildungen in Bereichen notwendig, welche
die Sicherheit des täglichen Schullebens garantieren und auf dem aktuellen
Stand halten.
Wie können Kolleginnen
und Kollegen an Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen?
Schulleiter, Fachvorsitzende,
einschlägige Fachzeitungen usw. machen innerhalb des Kollegiums auf
unterschiedliche Fortbildungsangebote der verschiedenen Anbieter (z.B.
Schulamt, freie Träger, Verbände) aufmerksam. Darüber hinaus
sind Fortbildungsangebote in einem dafür eigens hergerichteten Ordner
im Lehrerzimmer einsehbar. Die Teilnahme daran muss mit der Schulleitung
abgesprochen und beantragt werden. Prinzipiell wird jede für die GHS
Eilendorf sinnvolle Fortbildung von der Schulleitung gefördert, aber
gleichzeitig dafür Sorge getragen, dass der tägliche Unterricht
nicht über Gebühr belastet wird.
Können Fortbildungen
aufgrund von Unterrichtsausfall noch besucht werden?
Nach aktueller Vorgabe der
Landesregierung soll zukünftig Unterrichtausfall durch Fortbildungen
während der Unterrichtszeit noch stärker vermieden werden. Deshalb
müssen Schulen, deren Lehrpersonen während der Unterrichtszeit
wichtige Fortbildungsmaßnahmen besuchen, ein individuelles Konzept
zur Vermeidung von Unterrichtausfall (z.B. zeitliche Verlegung des Unterrichts
in vollem Umfang, fachlich vollwertige Vertretungen, Wochenplanarbeit)
vorlegen. Ansonsten gilt, dass Fortbildungen nach Möglichkeit außerhalb
der Unterrichtszeit stattfinden.
Wie werden Ergebnisse
von Fortbildungen transparent gemacht?
Nimmt eine Lehrerin oder
ein Lehrer an einer Fortbildungsveranstaltung teil, so wird von diesen
Kollegen erwartet, dass sie als Multiplikatoren in den Fachkonferenzen
oder im Gesamtkollegium über die Fortbildungslehrgänge informieren.
Bestimmte aus Fortbildungen resultierende Veränderungsprozesse müssen
für alle am Schulleben Beteiligten transparent sein und werden der
Elternschaft (z.B. per Rundschreiben) und in geeigneter Form auch der Schülerschaft
vorgestellt.
Fortbildungsmaßnahmen
des Kollegiums der GHS Eilendorf in den letzten zwei Jahren und deren weitere
Planung
Das folgende Schaubild gibt
einen Überblick über die verschiedenen Fortbildungslehrgänge,
an denen die Lehrerinnen und Lehrer der GHS Eilendorf in den letzten zwei
Jahren teilgenommen haben und die weiter fortgeschrieben werden:
|
|
|||
|
|
|
|
|
|
|
|
||
|
|
|
|
8. Zusammenfasssung der Entwicklungsziele der GHS Eilendorf
Bereich GU
In der aktuellen Situation
(7 Förderschüler/innen in 5 Jahrgängen) soll die zwischenmenschliche
Beziehung zwischen Förderschullehrerin und GU- Schülern durch
geeignete Organisationsmaßnahmen verbessert werden.
Minimalpläne der
Fachkonferenzen
Auf ihrer Basis sollen regelmäßige
klassen- oder schulübergreifende inhaltlich vergleichbare Lernzielkontrollen
durchgeführt werden.
Deutsch
Verbesserung der Grundlagen
in Deutsch (schriftlich und mündlich) durch intensive Förderung
in den Bereichen Lesen, LRS, Sprache. Anschaffung und Sichtung von
speziellem Fördermaterial. Individuelle Entwicklung und Verbesserung
der eigenen Arbeit der einzelnen Lehrkräfte durch Teamarbeit
und innerschulische Kooperation z.B. durch gemeinsame Unterrichtsvorbereitung
und –Reflexion bei parallelen Kursen.
Mathematik
Individuelle Entwicklung
und Verbesserung der eigenen Arbeit der einzelnen Lehrkräfte
durch Teamarbeit und innerschulische Kooperation z.B. durch gemeinsame
Unterrichtsvorbereitung und –Reflexion bei parallelen Kursen.
Englisch
Anpassung und Weiterentwicklung
der Evaluation durch Weitergabe der bisher erstellten Parallelarbeiten
über einen Zeitraum von drei Jahren an die nachrückenden
Klassen
Kollegiale Beratung
Mehr Unterstützung
von außen z.B. durch Sozialarbeiter, Fortbildungen, Supervisionsteam
etc. wird angestrebt
Externe Kontakte
Kontakte zu berufsbildenden
Schulen, Grundschulen im Bezirk, Interessengemeinschaft Handel und
Gewerbe Eilendorf, Parteivorsitzenden, KOT, Kirche, Freiwillige Feuerwehr
und St. Georgs-Pfadfindern sollen ausgebaut werden
Vertretungspläne
Durch gezieltes Management
für Vertretungsunterricht wird dieser für Schüler und Lehrer
effektiver und die Ruhe im Schulgebäude gewahrt.
Raumpläne und – Situation
Konzepte zur Verbesserung
der engen Raumsituation wurden und werden weiterhin erarbeitet und
an den entsprechenden Stellen bei Schulträger und Politik eingereicht.
Da die Schule auch Vorbildcharakter hat soll mit dem Schulträger die
Umsetzung ökologischer Zielvorgaben bei Renovierungen festgesetzt
werden.
Medien
Alle Medien sollen aktualisiert
werden z.B. Anschaffung zusätzlicher Videoanlagen zwecks besserer
Nutzung von TV- Sendungen zu den neuen Erkenntnissen in Wissenschaft und
Technik.
Verbesserung des Schulbildes
Konzepte zur Verbesserung
des Schulbildes sollen in kleinen Schritten entwickelt, durchgesetzt und
durchgeführt werden. Das Schulimage soll auch durch gezieltere
Öffentlichkeitsarbeit gestärkt werden und mehr Medienpräsenz
erlangen.
9.
Montessori-Zweig der Schule
- Montessori-Pädagogik
in der Hauptschule -
| Präambel
Die Arbeit im Montessori-Zweig basiert auf der Anthropologie und dem pädagogischen Konzept von Maria Montessori. Dieses beruht auf einer bestimmten Einstellung zum Kind. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Tätigkeit stehen das individuelle Lernen und die soziale Entwicklung des Kindes. „Hilf mir, es selbst zu tun“, sagte einmal ein Kind zu Maria Montessori und hat damit die Kurzformel für die Montessori-Pädagogik geprägt. Kinder zur Selbstständigkeit und zur Verantwortung sichund ihrer Umwelt gegenüber zu erziehen, ist das erklärte Ziel unseres Zweigs und heute aktueller denn je. Junge Menschen müssen das Lernen gelernt haben, um sich den Anforderungen der heutigen Welt und des Berufslebens erfolgreich und selbstbestimmt stellen zu können. Wir Montessori-Lehrerinnen und -Lehrer wollen die Kinder auf diesem Weg begleiten, ihr Selbstvertrauen stärken und ihnen den eigenen Weg ermöglichen. Die Montessori-Pädagogik wird in einer speziellen Zusatzausbildung vermittelt. |
| 1. Einrichtung des Klassenraums
als vorbereitete Umgebung
Der Klassenraum wird gezielt
nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltet und mit schülerbezogenen
Lernmaterialien ausgestattet.
Zur Ausstattung der Montessori-Klassen gehören:
2. Montessori-Material als Arbeitsgrundlage Die Montessori-Pädagogik
erfordert die Herstellung und Bereitstellung von vielfältigem Material,
das auf den Lernstand des Einzelnen und der Klasse abgestimmt ist. Die
Materialien initiieren gezielt Lernprozesse, steuern sie und motivieren
Schülerinnen und Schüler, sich selbstständig weitere Inhalte
zu erschließen, wozu Logistik und Material zur Verfügung gestellt
wird. Selbst hergestelltes und erworbenes Material muss den Montessori-Prinzipien
entsprechen, vollständig und gebrauchsfähig sein.
3. Die Freie Wahl der Arbeit Die Freie Wahl der Arbeit (FWA) ist ein elementares Fundament der Montessori-Pädagogik. Daher ist sie unser wichtigster Arbeitsbereich mit neun bzw. zehn Unterrichtsstunden pro Woche. Sie findet täglich in der ersten und zweiten Unterrichtsstunde statt. Ab 7:55 Uhr ist gleitender
Unterrichtsbeginn. Bis spätestens 8:05 Uhr müssen alle Schüler
und Schülerinnen anwesend sein und ihre Arbeitsplätze vorbereiten,
so dass sie ihre Arbeiten um 8:10 Uhr beginnen können. In dieser Zeit
sind besonders individuelle Hilfen, Absprachen und Gespräche möglich.
In der FWA-Zeit bearbeiten die Schüler und Schülerinnen Pflichtaufgaben, die aus dem Fachunterricht hervorgehen, Wahlaufgaben und völlig freie Arbeiten. Sie üben, wiederholen und vertiefen den Unterrichtsstoff oder bearbeiten eigenständig -möglichst fächerübergreifend - vorgegebene oder selbstinitiierte Themen, die sie anschließend der Klasse präsentieren. Darüber hinaus gehören auch Einführungs- und Erarbeitungsphasen in diesen Unterrichtsbereich. Die Kernfächer der FWA sind Deutsch, Mathematik, Englisch, Kunst, Biologie, Erdkunde, Geschichte/Politik und Soziales Lernen. Ihre Anteile richten sich nach der Jahrgangsstufe und der fachlichen Kompetenz der Lehrerinnen und Lehrer. Die Schüler und Schülerinnen arbeiten mit dem vorhandenen Material alleine, mit einem Partner oder in Gruppen und erledigen ihre Arbeiten in ihrem individuellen Lerntempo. Als Orientierungshilfe dienen ihnen Arbeitspläne. Die Vermittlung grundlegender Arbeitstechniken und Arbeitsmethoden nehmen ebenso wie die Förderung des sozialen Lernens eine zentrale Stellung ein. Sobald wie möglich treten verstärkt Projekte hinzu, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und schließlich zu umfangreicheren Arbeiten führen (Referaten mit bildlicher Präsentation, Facharbeiten, Projektmappen). Diese Projektarbeiten, die auch als Partner- und Gruppenarbeiten durchgeführt werden, ermöglichen den Schülern und Schülerinnen ein hohes Maß an selbstreguliertem Handeln, Organisieren und Lernen. Zu allen in den FWA-Zeiten angefertigten Arbeiten erhalten die Schüler und Schülerinnen eine unmittelbare Rückmeldung über ihre erbrachten Leistungen sowie individuelle Hilfen. Die Vielseitigkeit der Schülerarbeiten
in der FWA-Zeit erfordert klar definierte Grenzen und die Einhaltung besonderer
Regeln und Absprachen, die thematisiert und eingeübt werden und für
Schüler und Schülerinnen, aber auch für Lehrer und Lehrerinnen,
gelten.
4. Der Fachunterricht An die täglichen FWA-Stunden
schließt sich der Fachunterricht an. Er vermittelt grundlegende Kenntnisse
in den verschiedenen Fächern; er ergänzt und erweitert die FWA-Inhalte.
Der Fachunterricht beinhaltet neue Lernsituationen und –räume. Er
kann inhaltlich mit der FWA verzahnt sein.
5. Methoden Um Lernprozesse zu initiieren und selbstständiges, eigenmotiviertes Lernen innerhalb der FWA und des Fachunterrichtes zu ermöglichen, bedarf es einer Methodenvielfalt, die systematisch und aufeinander aufbauend die Lern- und Sozialkompetenzen der Schüler fördern. Zentrale Elemente sind:
Um Kinder im Sinne der Montessori-Pädagogik zur Selbstständigkeit und Verantwortung sich und ihrer Umwelt gegenüber zu führen, bedarf es einer Schule, die gemeinschaftliches Leben ermöglicht und in der Strukturen und Regeln erlernt werden können. Dies geschieht durch
Die Montessori-Pädagogik legt Wert auf die Erfahrungsschule des täglichen Lebens, die ganzheitliches Lernen ermöglicht. Kriterien für die pädagogische Auswahl sind der Entwicklungsstand und die Erfordernisse der einzelnen Klassenstufen und die klassen-spezifischen Bedürfnisse. Hierfür werden gezielt unterschiedliche Lernangebote im soziokulturellen, gesundheitsfördernden und berufsbildenden Bereich genutzt. Zu den außerschulischen Lernorten und Lernangeboten gehören:
Schüler und Schülerinnen
mit Migrationshintergrund erfahren im Montessori-Zweig durch die vielfältigen
Methoden - besonders in den FWA-Zeiten - und das Leben in einer sozialen
Gemeinschaft regelmäßig positive Sprachvorbilder. Die Hinführung
zur Selbstorganisation von Lernprozessen eröffnet den Jugendlichen
die Möglichkeit, die Entwicklung ihrer deutschen Sprachkompetenz eigenständig
zu überwachen, gegebenenfalls zu korrigieren und bewerten.
9. Gemeinsamer Unterricht (GU) In einigen Klassen werden
in begrenzter Anzahl Schüler und Schülerinnen unterrichtet, die
mit individueller Unterstützung durch eine Förderschullehrerin
voraussichtlich den Hauptschulabschluss mit zielgleicher Förderung
erwerben können.
10. Die Montessori-Lehrerinnen und -Lehrer Wir Montessori-Lehrer und
-Lehrerinnen begleiten den Lern- und Entwicklungsprozess eines jeden Kindes
fortlaufend, indem wir ihm als Berater mit Fachkompetenz zur Seite stehen.
Die große Stundenzahl, die wir mit den Schülern und Schülerinnen
in der FWA-Zeit und zusätzlich im Fachunterricht verbringen, ist Grundlage
für eine gute und engagierte Beziehung zu den jungen Menschen.
11. Individuelle Leistungsbeurteilung und Beratung im Lernprozess Im 5. und in der ersten Hälfte des 6. Schuljahres erhalten die Schüler und Schülerinnen einen für sie nachvollziehbaren Bericht zu ihrem Lern- und Leistungsstand, der besonders ihr Arbeits- und Sozialverhalten, ihre Leistungen in der FWA und den Umgang mit Arbeits-techniken beschreibt. Das reguläre Zeugnis kann mit den Eltern in einem ausführlichen Gespräch besprochen werden und verbleibt aus pädagogischen Gründen in der Schule. Ab der zweiten Hälfte des 6. Schuljahres erhalten unsere Schülerinnen und Schüler ein reguläres Zeugnis mit einer Bewertung zur Arbeit in der FWA. Die jungen Menschen werden
mit zunehmendem Alter kontinuierlich in die Reflexion ihres Lern- und Entwicklungsprozesses
eingebunden, so dass sie fortlaufend mehr Verantwortung für ihre individuellen
Lernfortschritte übernehmen und zu einer guten Selbsteinschätzung
fähig sind. Zu ausführlichen Gesprächen werden sie allein
oder mit ihren Eltern eingeladen.
12. Elternarbeit Die Verwirklichung der pädagogischen
Zielsetzung gelingt nur, wenn Schule und Elternhaus eng zusammenarbeiten.
Daher haben wir regelmäßig monatliche Sprechzeiten, zu denen
wir Eltern mit oder ohne ihrem Kind einladen, um mit ihnen die Entwicklung
des Schülers/der Schülerin zu besprechen.
13. Elternkonto Im Montessori-Zweig wird
fast das gesamte Material zentral beschafft. Dies hat den Vorteil, dass
für die Schüler und Schülerinnen die Arbeitsmaterialien
bereitstehen und sich gut ausgestattete Lernräume ergeben.
Stand: März
2009
|